Mathias´ BLOG

Soll ich diesem verotteten Sauhaufen, der sich Katholische Kirche nennt, den Rücken zeigen?

Diese Frage beschäftigt mich seit einigen Wochen. Ich frage mich: „Was ist bloß mit der Katholischen Kirche los?“

Der Vatikan „vergrätzt Kirchenopfer“, der Papst selbst schweigt, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Zollitsch ist schnell dabei, seine Trauer über den Rücktritt von Frau Käsmann zu artikulieren zu den Missbrauchsfällen bezieht aber auch er keine Stellung. Das find ich ehrlich gesagt zum kotzen.

"Die Bischofskonferenz werde aus dem Missbrauchsskandal Konsequenzen ziehen, sagte Zollitsch." Doch rudert er gleich wieder zurück: "Zollitsch sicherte zu, dass die Strafverfolgungsbehörden bei ihrer Arbeit künftig „aktiv“ unterstützt und Staatsanwaltschaften „frühzeitig“ eingeschaltet werden. Was dieses „frühzeitg“ genau bedeutet, ist allerdings unklar. Hatte Zollitsch zunächst davon gesprochen, Behörden sollten bereits im Verdachtsfall eingeschaltet werden, drückte er sich später anders aus: „Wir müssen immer sehen, wie weit nun tatsächlich der Verdacht begründet ist, denn es werden ja auch viele Menschen völlig zu Unrecht beschuldigt“, sagte er in der ARD. Es sei eine Frage des Abwägens. „Wo gewichtige Gründe dafür sprechen, werden wir dem Opfer zunächst und dann auch dem Täter sehr dringend empfehlen, tatsächlich die Staatsanwaltschaft einzuschalten.“" Das wäre so, als würde man bei einem Gattenmord erstmal die Frau ermitteln lassen.

Interessant wird aber erst richtig, als er folgendes sagt: "Sexueller Missbrauch von Kindern ist kein spezifisches Problem der katholischen Kirche. Es hat weder etwas mit dem Zölibat zu tun, noch mit Homosexualität, noch mit der katholischen Sexuallehre. Deshalb brauchen wir auch keinen runden Tisch speziell für die katholische Kirche".

Analysieren wir doch mal die Substantive:

Zölibat: Ist es tatsächlich so, daß zollibatäre Menschen eine größere Affinität zu Kindesmissbrauch haben? In der Tat gibt es Kindesmissbrauch auch bei evangelischen Pastoren und od. Wie die genaue Verteilung gegenüber Katholischen Priestern ist, läßt sich leider nicht finden.

Sexuallehre: Das kann ich nun gar nicht nachvollziehen. Die Katholische Sexuallehre sagt nicht: "Du sollst Kinder schänden".

Homosexualität:  Interessant, daß dieser Einwurf vom Chef der Bischofskonferenz kommt. Schwule Priester in der Katholischen Kirche? Ich google und stelle fest, daß das Internet eine Unzahl von Links zu diesem Thema bietet. Unter anderem schreibt der Spiegel, der ja nun nicht gerade als rechtsextrem und schwulenfeindlich verschrien ist von der Katholischen Kirche als größter transnationaler Schwulenorganisation. Die Bibel ist recht klar, was Homosexualität betrifft. Sollte man da nicht dafür sorgen, das Schwule nicht geweiht werden? Der Focus schreibt, 40 % aller Katholischen Priester seien schwul und andere Statistiken gehen noch von viel höheren Zahlen aus. Ich selbst habe einige schwule Freunde, aber selbst die schütteln nur den Kopf über die Durchdringung der Katholischen Kirche. Da höre ich dann solche Geschichten wie: „Kardinal … ist bekannt dafür gewesen, sich in Schwulenbars rumzutreiben“, „Erzbischof … war schon im Bistum … dafür bekannt, schwul zu sein“ etc, etc.

Und es stellt sich mir die Frage, können Priester, die so offensichtlich gegen die Gesetze der Bibel verstoßen überhaupt Vorbild sein? Ist es Bischöfen, die sich erpressbar machen, überhaupt möglich, hart durchzugreifen?

(Nur um es klar zu stellen, ich habe einen sehr guten Freund der schwul ist. Zudem gibt es Stimmen, die behaupten, auch ich sei nicht ohne Sünde. Darum geht es hier aber nicht. Das Problem in Unam, sanctam, catholicam et apostolicam ecclesiam ist die Gemengelage über die die Antwort von Zollitsch klar Auskunft gibt.)

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die WAZ schreibt von der Katholischen Kirche als größter Schutzorganisation für Pädosexuelle. Wenn ich mir nun die Worte des Bischofs überlege, der im Zusammenhang mit den Kinderschänderprozessen sagt, Homosexualität sei nicht das Problem, dann frage ich mich, was diese Worte mir sagen sollen.

Doch ist es die Kirche alleine, die schändet? In der Tat ist auch die Politik nicht unschuldig im Sinne der Anklage. Einige Politikerinnen sind selbst in die Kinderschänderszene verstrickt. „Es geht um die „Humanistische Union“ in Deutschland, bei der unter anderem die deutsche Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die grüne Fraktionschefin Claudia Roth und die grüne Exministerin Renate Künast im Beirat sitzen.  Deren Bundesvorstand gab im Juni 2000 eine „Erklärung des Bundesvorstandes der Humanistischen Union zum Sexualstrafrecht“ heraus, in der er sich gegen eine seiner Ansicht nach seit Mitte der 1990er Jahre zu beobachtende Verpolizeilichung der Gesellschaft im Bereich der Sexualstraftaten sowie eine mediale und öffentliche „Erzeugung moralischer Panik“ wandte. „Der gesellschaftliche und staatliche Umgang mit der Gruppe der Pädophilen wurde darin als „Lehrstück aus dem ebenso alten wie offenbar aufklärungsresistenten Kapitel der Erzeugung von gesellschaftlichen Sündenböcken und der moralischen Verschiebung und Entäußerung sozialer Probleme“ charakterisiert. Angesichts der „absolut und relativ außerordentlich raren Fälle sexueller Gewalthandlungen“ wurde auch gegen eine „kreuzzugartige Kampagne gegen Pädophile“ Position bezogen.“  Die Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hatte als erste Politikerin die Kirche wegen der priesterlichen Verfehlungen angegriffen, aber gleichzeitig eine Verlängerung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch abgelehnt.

Auch Bischof Müller greift eben diese Humanistische Union an. „Medienberichten zufolge hatte der Bischof die HU als "eine Art Freimaurervereinigung" bezeichnet, die "die Pädophilie als normal ansehe“.“

Doch nicht genug der pädophilen Politiker: „Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahrelang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren - eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Grossen vor sich geht. (...)

Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (...)

Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: "Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?" Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.»
Diese Worte stammen vom Europaparlemtarier Daniel Cohn-Bendit und sind nachzulesen in seinem Buch „Der grosse Basar“. Vermutlich war das seine Auslegung von Markus 10,14 "Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht, denn so wie diese ist das Königreich Gottes."

Auch Antje Vollmer ist nicht unbefleckt. "Die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin sei bereits vor gut sieben Jahren über den Missbrauch an der Odenwaldschule informiert worden. Laut Zeitungsbericht habe die Grünen-Politikerin damals mitteilen lassen, dass sie die "Angelegenheit nicht beurteilen kann."

Auch der französische Kultusminister Frédéric Mitterrand hat schon in einem Buch über seine amourös-pädophilen Abenteuer berichtet. Vermutlich bin ich einfach nur zu prüde.

Doch zurück zu dem Sauhaufen Katholische Kirche. Ein Bundesbruder erzählte mir unlängst die Geschichte eines Proseliten, der nach einem Rom Besuch zu ihm kam und meinte nachdem er nun dieses verottete System gesehen hätte, welches über 2000 Jahre bestehe, bliebe ihm nichts anderes übrig, als dies als Gottesbeweis zu sehen. Er wolle Katholisch werden.

Ich werde dann wohl doch kirchentreu bleiben.

Erstellt von: Mathias Braun am 4.4.2010 20:32

Irgendwie entbehrt das nicht einer gewissen Ironie. Die Plattenfirma EMI kündigt die bevorstehene Pleite an weil die Platten (so sagen wir vor 80 Geborenen) einfach ohne bezahlen kopiert werden und das obwohl die Musikindustrie immer härter durchgreift.

Auf der anderen Seite überlegt sich die saubere Frau Kanzlerin, nicht etwa ob, sondern nur wie sie Raubkopien in ihren Besitz bringt. Erstmals, zumindest öffentlich bekannt, kaufte die Republik im Jahre 2008 eine CD mit Daten von Steuersündern und konnte mit den so erlangten Informationen auch Postchef Zumwinkel seine Häscher auf den Pelz schicken, nicht jedoch ohne vorher die Presse davon zu informieren. Dies sollte den Mob davon ablenken, daß sich der Staat nicht davon abschrecken lässt, Hehlerware zu kaufen.

Denn was kommen würde, war damals schon klar. Angelockt durch das schnelle Geld würden sicher viele Kriminelle auf die Idee kommen, das Geschäftsmodell auszubauen. Und fürwahr, grade liest man noch, wie sich die Regierung, allen voran der unselige Herr Bundesfinanzminister Schäuble, die Köpfe darüber zerbricht, wie man die CD mit den Daten der Steuersünder erwerben kann, schon stehen die nächsten Datendiebe an der Tür der Landesregierung Baden-Württembergs und bieten das nächste Diebesgut an.

Verwunderlich für mich ist, daß die Liberalen, die noch zu Recht in der Diskussion um den Zugriff der Amerikaner auf die SWIFT Daten klar Stellung gegen die Regelung bezogen haben, jetzt einfach schweigen. Selbst die CDU ist da, mindestens teilweise, entschlossener. Viel einfacher wäre es allerdings und ganz nebenbei auch nicht strafbewehrt, würde der christdemokratische Ministerpräsident Koch nicht vier Steuerfahnder, so zumindest der Vorwurf, deshalb aus dem Amt drängen, weil diese eben so erfolgreich sind.

Nun, wie auch immer, die Hehlerei geht weiter und irgendwann wird es, wie bei Geschäften dieser Kategorie üblich, auch zu Schlimmeren kommen. So manch einer ist beim hehlen umgekommen - aber auch das wird sicher nur der Steuergerechtigkeit zur Ehre gereichen. Die zehn Jahre, die der §260 StGB als Höchststrafe für bandenmäßige Hehlerei vorsieht werden die Staatshehler wohl auch dann nicht zu befürchten haben. Als Entwurf für die "leichtere Anpassbarkeit" geltenden Rechts, je nach juristischem Gusto der Berliner Räte, hätte ich folgenden Formulierungsvorschlag:

Art. 1. Reichsgesetze können außer in dem in der Reichsverfassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden. Dies gilt auch für die in den Artikeln 85 Abs. 2 und 87 der Reichsverfassung bezeichneten Gesetze.

Art. 2. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze können von der Reichsverfassung abweichen, soweit sie nicht die Einrichtung des Reichstags und des Reichsrats als solche zum Gegenstand haben. Die Rechte des Reichspräsidenten bleiben unberührt.

Art. 3. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze werden vom Reichskanzler ausgefertigt und im Reichsgesetzblatt verkündet. Sie treten, soweit sie nichts anderes bestimmen, mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. […]

Art. 4. Verträge des Reichs mit fremden Staaten, die sich auf Gegenstände der Reichsgesetzgebung beziehen, bedürfen nicht der Zustimmung der an der Gesetzgebung beteiligten Körperschaften. Die Reichsregierung erlässt die zur Durchführung dieser Verträge erforderlichen Vorschriften.

Art. 5. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. Es tritt mit dem 1. April 1937 außer Kraft; es tritt ferner außer Kraft, wenn die gegenwärtige Reichsregierung durch eine andere abgelöst wird.

Erstellt von: Mathias Braun am 6.2.2010 00:17

Irgendwie entbehrt das nicht einer gewissen Ironie. Die Plattenfirma EMI kündigt die bevorstehene Pleite an weil die Platten (so sagen wir vor 80 Geborenen) einfach ohne bezahlen kopiert werden und das obwohl die Musikindustrie immer härter durchgreift.

Auf der anderen Seite überlegt sich die saubere Frau Kanzlerin, nicht etwa ob, sondern nur wie sie Raubkopien in ihren Besitz bringt. Erstmals, zumindest öffentlich bekannt, kaufte die Republik im Jahre 2008 eine CD mit Daten von Steuersündern und konnte mit den so erlangten Informationen auch Postchef Zumwinkel seine Häscher auf den Pelz schicken, nicht jedoch ohne vorher die Presse davon zu informieren. Dies sollte den Mob davon ablenken, daß sich der Staat nicht davon abschrecken lässt, Hehlerware zu kaufen.

Denn was kommen würde, war damals schon klar. Angelockt durch das schnelle Geld würden sicher viele Kriminelle auf die Idee kommen, das Geschäftsmodell auszubauen. Und fürwahr, grade liest man noch, wie sich die Regierung, allen voran der unselige Herr Bundesfinanzminister Schäuble, die Köpfe darüber zerbricht, wie man die CD mit den Daten der Steuersünder erwerben kann, schon stehen die nächsten Datendiebe an der Tür der Landesregierung Baden-Württembergs und bieten das nächste Diebesgut an.

Verwunderlich für mich ist, daß die Liberalen, die noch zu Recht in der Diskussion um den Zugriff der Amerikaner auf die SWIFT Daten klar Stellung gegen die Regelung bezogen haben, jetzt einfach schweigen. Selbst die CDU ist da, mindestens teilweise, entschlossener. Viel einfacher wäre es allerdings und ganz nebenbei auch nicht strafbewehrt, würde der christdemokratische Ministerpräsident Koch nicht vier Steuerfahnder, so zumindest der Vorwurf, deshalb aus dem Amt drängen, weil diese eben so erfolgreich sind.

Nun, wie auch immer, die Hehlerei geht weiter und irgendwann wird es, wie bei Geschäften dieser Kategorie üblich, auch zu Schlimmeren kommen. So manch einer ist beim hehlen umgekommen - aber auch das wird sicher nur der Steuergerechtigkeit zur Ehre gereichen. Die zehn Jahre, die der §260 StGB als Höchststrafe für bandenmäßige Hehlerei vorsieht werden die Staatshehler wohl auch dann nicht zu befürchten haben. Als Entwurf für die "leichtere Anpassbarkeit" geltenden Rechts, je nach juristischem Gusto der Berliner Räte, hätte ich folgenden Formulierungsvorschlag:

Art. 1. Reichsgesetze können außer in dem in der Reichsverfassung vorgesehenen Verfahren auch durch die Reichsregierung beschlossen werden. Dies gilt auch für die in den Artikeln 85 Abs. 2 und 87 der Reichsverfassung bezeichneten Gesetze.

Art. 2. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze können von der Reichsverfassung abweichen, soweit sie nicht die Einrichtung des Reichstags und des Reichsrats als solche zum Gegenstand haben. Die Rechte des Reichspräsidenten bleiben unberührt.

Art. 3. Die von der Reichsregierung beschlossenen Reichsgesetze werden vom Reichskanzler ausgefertigt und im Reichsgesetzblatt verkündet. Sie treten, soweit sie nichts anderes bestimmen, mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. […]

Art. 4. Verträge des Reichs mit fremden Staaten, die sich auf Gegenstände der Reichsgesetzgebung beziehen, bedürfen nicht der Zustimmung der an der Gesetzgebung beteiligten Körperschaften. Die Reichsregierung erlässt die zur Durchführung dieser Verträge erforderlichen Vorschriften.

Art. 5. Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. Es tritt mit dem 1. April 1937 außer Kraft; es tritt ferner außer Kraft, wenn die gegenwärtige Reichsregierung durch eine andere abgelöst wird.

Erstellt von: Mathias Braun am 6.2.2010 00:17

Wo ich grad so meinen Schreibtisch aufräume finde ich noch zwei alte Karten die ich in einem Café mitgenommen habe um darüber zu bloggen. Auf der einen Karte steht neben dem Bild einer kopfbetuchten Türkin:; "Diskriminierung? Gebürtige Türkin, Muslimin, Kopftuchträgerin und Frau ... Noch Fragen?"

Yep!!!

Ich drehe also die Karte um und muß feststellen daß diese von meinen Steuergeldern mitfinanziert wurde. Die Karte nämlich stammt von der Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung, die die Kampagne auch auf Ihrer Webseite bewirbt. Neben den Karten gibt es auch Kinospots und Plakate. Weitere Motive sind ein homosexueller Mann und ein Kippa tragender Jude.

Doch schauen wir uns die Karten mal genauer an. Die Frau, Türkin und kopftuchtragende Muslimin lächelt. Wenn ich das Buch von Silke Wörmann: "Afghanische Frauen zwischen Islam und Sozialismus: Gesellschaftliche Realitäten von 1920 bis 2001" anschaue, dann muß ich da lesen: "Frauen ist es verboten, laut zu lachen."  Gut, kann man sagen, hier spricht sie von den Taliban, die diese Verbote erlassen haben. Aber die haben auch den Koran dafür bemüht. Sollte man dann nicht besser diese Karten am Kundus verteilen anstatt Tanklaster zu bombardieren?

Und überhaupt, darf sich eine Muslimin in einer Serie mit einem Schwulen ablichten lassen? Der ist nach muslimischer Lehre doch auch verderbt. Und dann noch ein Jude. Oh je. Fehlt nur noch eine transsexuelle, kopftuchtragende Muslimin die zum Christentum konvertiert und einen Juden heiratet.

Wie auch immer, diese Art von multikulturellem Marketing ist nicht zielführend. Und würde man die Deutschen wie die Schweizer über Minarette abstimmen wie würden Sie wählen? Ist es den Politikern überhaupt erlaubt, gegen Volkes Stimme zu entscheiden? Beim Bankdaten Abkommen hat sie die nicht gekümmert, hat man dieses doch noch kurz vor dem Lissabon Vertrag durchgepeitscht.

Doch zurück zu den Karten. Für christliche Fußballspieler die dem Herrn für ein Tor danken wollen hat man nur rote Karten. Wo ist der Türke, der sagt: "Moscheen für Deutschland, Kirchen für die Türkei!" Wo ist der Mullah der fordert, die Priesterausbildung in der Türkei wieder zu ermöglichen?

Nun, was ich damit sagen will ist, daß die platten Sprüche von Frau von der Leyen (diese war es wohl, die die Kampagne zu verantworten hat) genauso helfen, wie wenn die Junkersbraut einer Hartz IV Empfängerin was von Kindererziehung und Vereinbarkeit von Job und Mutterrolle erzählt. 

Womit wir beim nächsten Thema wären. Wieder einmal waren es Richter, diesmal die des EuGH, die Volkes Willen durchsetzten. Sie rügten des Führers Losung, daß ein deutsches Kind von seiner deutschen Mutter großgezogen werden muß. Und da hätten wir das Motiv für die nächste Karte. Der Mann mit dem Kind auf dem Arm und dem Spruch: "Ich bin ledig und habe das Sorgerecht für meine Kinder."

Aber da geht mir mal wieder die Phantasie durch. Und des Volkes Fantasie wird eh durch das Unterschichtenfernsehen benebelt.

Erstellt von: Mathias Braun am 6.12.2009 18:09

Der geneigte Leser meiner Seiten weiss, daß ich ein Fundamentalist der freien Meinungsäußerung bin. Aus diesem Grund habe ich bei dieser Wahl auch die FDP gewählt. (Allerdings aus wahltaktischen Gründen mit der Erststimme die CDU Bewerberin, die dann auch promt dem Wahlkreis gewann) Nun kriege ich Emails warum ich denn hier nicht in Jubel ausbreche, ob der gewonnenen Wahl von Schwesterwelle und Mutti. Nun ja, auch ich bin mir darüber im klaren, daß Guido W. die Republik nicht von heute auf morgen ändert und einen wahren Umbruch wohl nur noch ein Krieg bringen wird. (Das war kein Aufruf zum Dschihad gegen die Republik, sondern nur eine traurige Feststellung.) Aber die FDP wird sicher den völlig abgedrehten Herrn Innenminister verhindern. Der wiederum hat noch kurz vor der Wahl eine "Wunschliste mit ein paar netten Ideen aus dem Fundus der Gestapo öffentlich gemacht:

  • Zugang des Verfassungsschutzes zu den Datensätzen der Vorratsdatenspeicherung
  • Der Verfassungsschutz soll auch Online-Durchsuchungen durchführen dürfen
  • Der Verfassungsschutz soll heimliche Späh- und Lauschangriffe auf Privatwohnungen durchführen dürfen
  • Die Einführung des genetischen Fingerabdrucks als erkennungsdienstliche Standardmaßnahme
  • Straffreiheit für verdeckte Ermittler, die Straftaten begehen, die zum szenetypischen Verhalten gehören

Ich bin fast geneigt, mit Franz Beckenbauers: "Ja ist denn schon Weihnachten?" zu antworten. Stellen wir uns mal eine szenetypische Straftat im Profikillermilleu vor oder vielleicht im Raubmordgenre. Kinderschänder und Vergewaltiger nicht zu vergessen. Ich denke, da bekommen wir eine Bewerbungsflut von perversen Sadisten für die Beamtenlaufbahn. Die arbeiten sicher auch für kleines Geld. Doch auch die ersten Punkte bestätigen nur das, was eh zu erwarten war. Ist der Datentopf erstmal da, wird er auch exzessiv genutzt werden. Ich werd schon mal im Keller den Stechschritt üben und meine Armmuskulatur trainieren. Vielleicht war das ganze ja nur deshalb so kurz vor der Wahl lanciert worden, um der FDP einen Brocken hinzuwerfen, auf den man in den Koalitionsverhandlungen großzügig verzichtet. Auch die Debatte über den nicht englisch sprechenden zukünftigen Außenminister fällt wohl eher in die Kategorie Demontage vor der Installation. Und dies, obwohl sich Westerwelle nur an die international gültigen diplomatischen Gepflogenheiten hält. "Auf dem diplomatischen Parkett ... gilt: Bei Statements mit internationalem Bezug redet man besser in der Muttersprache. Weil es auf jede Nuance ankommt. Weil es klüger ist, einmal unhöflich zu sein, als später diplomatische Verwicklungen mühsam wieder entwirren zu müssen.". Dder Spiegel springt dem FDP Vorsitzenden sogar zur Seite und erinnert an den Überflieger Schröder:

"Ein bemerkenswerter Auftritt ähnlicher Natur ist übrigens von Altkanzler Gerhard Schröder überliefert. Bei einer Pressekonferenz in Prag im Oktober 2004 verweigerte Schröder die Antwort auf eine auf Englisch gestellte Frage, begründete dies aber immerhin auf Englisch "here in the Czech Republic" werde Tschechisch gesprochen, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vermeldete. Der Brite stellte die Frage dann auf Tschechisch - zur Überraschung Schröders. Dieser antwortete dann doch. Auf Deutsch." (By the way ist Deutsch auch die von den meisten Europäern gesprochene Muttersprache)

Aber ich denke, die Freien Demokraten werden das schon hinkriegen. Im Moment erinnert mich die ganze Diskussion um den richtigen Weg der Koalition eher noch an das alte Cartoon mit dem unfertigen Prozessbild.

Aber eigentlich wollte ich ja nichts über die Wahl schreiben. Viel interessanter ist die Frage eines anderen Lesers, der mich zu meiner Meinung über Roman Polanskis Verhaftung gefragt hat. Na ja, eigentlich ist nicht die Frage interessant, sondern der Fall als solcher. Polanski hat vor 32 Jahren eine 13 jährige vergewaltigt. Das ist eine Schweinerei und dieses strafrechtlich zu sanktionieren ist richtig. Allerdings lassen die europäischen Staaten bei solchen Vergehen eine Verjährung zu und liefern auch nur dann aus, wenn im eigenen Land die Verjährung noch nicht eingetreten ist. Anders die Schweiz. Trotz eingetretener Verjährung soll Polanski ausgeliefert werden. Und da wird es wieder fragwürdig, ob die Auslieferung eine gute Idee ist. Insbesondere dann, wenn mann die Ungereimtheiten im Falle Polanskis sieht. Auch daß das Opfer Samantha Geimer sagt: „Wenn ich zurückschaue, dann steht außer Frage, dass er etwas schreckliches getan hat, aber ich will mich davon nicht mehr beeinträchtigen lassen. Es war furchtbar, einem jungen Mädchen sowas anzutun. Aber es ist viele Jahre her. Um ehrlich zu sein, war die Publicity dazu so traumatisch, dass das, was er mir angetan hat, im Vergleich dazu verblasste.“ interessiert scheinbar niemanden.

Besonders interessant und von der Presse leider viel zu wenig hervorgehoben scheint mir der Umstand, daß die amerikanischen Behörden bereits vier Tage vor der Reise von den Reiseplänen wußten. "Keine Angaben machte Cooley, wie die US-Staatsanwaltschaft über die Reisepläne Polanskis zum Filmfestival in Zürich informiert worden war. Seine Sprecherin Sandi Gibbons sagte, man habe vier Tage vor der Verhaftung von den Reiseplänen "erfahren".

Sollte dieses Wissen etwa aus den Daten der Erhebung über Fluggastdaten kommen, die alle Fluglinien den USA zur Verfügung stellen müssen? (Und schon sind wir wieder bei Reichsinnenminister Schäuble) Das wäre dann ein klarer Rechtsbruch, schließlich handelte es sich um einen innereuropäischen Flug. Auch scheint mir die Presse wieder einmal sehr auf die offensichtlichen Sensationen fixiert. Einzig bei der Neuen Luzerner Online Zeitung habe ich einige wirklich interessante Denkanstösse gefunden. So fragt ein Leser: "Polanski soll seit Jahren auf der Fahndungsliste der USA stehen, ein Ferienhaus in Gstaad besitzen und sich in den letzten Jahren immer wieder in der Schweiz aufgehalten haben. Wenn wir uns heute so sehr der Rechtmässigkeit rühmen, warum wurde Polanski gerade jetzt und nicht schon früher verhaftet? Eine klare Antwort auf diese Frage fehlt bis heute.".

Ein anderer schreibt: "Auf dem Weg der Gefälligkeiten gegenüber den USA produziert Bundesbern immer weitere Rohrkrepierer. Roman Polanski war in den letzten Jahren diverse Male in der Schweiz, man liess ihn immer in Ruhe. Doch jetzt wurde er verhaftet. Warum? Sehr einfach. Ab jetzt ist für die Schweiz «Zahltag» angesagt. Der vermeintlich gute Deal der Banken mit den USA hat seinen sehr teuren Preis."

Wie auch immer, ich habe keine Lust über die Wahlen zu schreiben.

Erstellt von: Mathias Braun am 3.10.2009 18:59

Eigentlich kein Thema für meinen Blog. Müntefering stürzt ab. Nix Neues, will man meinen. Dieses Mal, stürzt er aber mit dem Flieger ab. Glücklicherweise hat er überlebt. Aber die Situation hätte nicht bezeichnender sein können. Statt auf die offensichtlichen Signale zu achten, übersieht er diese.

Ganz groß weißt der Airlinename auf die kommenden Probleme hin.

Bei der Gelegenheit fallen mir zwei uralte Witze ein.

1. Was passiert, wenn ein Sozi in der Wüste landet? Im ersten Jahr nix, im zweiten wird der Sand teuer.

2. Was ist es, wenn ein Flieger voller Sozis abstürzt und keiner überlebt? ... Ein Unglück. Und was ist es, wenn ein Flieger voller Sozis abstürzt und alle überleben? ... Eine Katastrophe.

Erstellt von: Mathias Braun am 14.9.2009 15:00

Wie ein Zufall erscheint die Zusammenstellung der Themen bei Google News nicht gerade. Da wird von dem Desaster in Afghanistan berichtet - nein halt - da wird von der Vergrößerung des Desasters in Afghanistan berichtet, gleich darunter von der Notwendigkeit in die Bildung der Deutschen zu investieren und dann kommt die Information, der Amokläufer von Winnenden litt unter sadomasochistischen Neigungen. Vermutlich stecken die gleichen Mächte hinter dieser Zusammenstellung, die auch für das Ufo Doodle verantwortlich zeichnen.

Vielleicht sollte man das zur Kunstform erheben. Man macht einfach Screenshots von News, die durch ihre Gesamtkomposition mit anderen News oder Werbeblöcken eine neue Botschaft ergeben. (Leider wird man das prominenteste Beispiel wohl nicht toppen können - den E.ON Faux pas der Landeszeitung Lüneburg). Doch das heb ich mir wohl fürs Alter auf. Wie auch immer, die Zusammenstellung allein wäre einen Blogbeitrag wert. Doch kehren wir zurück an den Hindukusch.

Was war passiert? Deutsche Soldaten, die im Kriegeinsatz in Afghanistan sind, waren angegriffen worden. Als sie dann Luftunterstützung anforderten, kam es zu Kollateralschäden. Je nach Lesart wurden 0 - 150 Zivilisten getötet. Dazu kam dann noch eine scheibchenweise Aufklärung und die Worte der Oberfehlhaberin der Bundeswehr, die meinte: "die von der Region ausgehende terroristische Bedrohung" würde den Afghanistan Einsatz rechtfertigen und "der Afghanistan-Einsatz ist unsere Reaktion auf den Terror, er ist von dort gekommen und nicht umgekehrt."

Irgendwie muß mir da was durchgerutscht sein. Osama bin Laden, der personifizierte Antichrist, ist ein Bürger Saudi-Arabiens und die El Kaida ist dort auch aktiv. Aber das Land übt sich ja fleißig im Kotau vor den westlichen Wirtschaftsinteressen und ist somit kein Schurkenstaat.

Interessant jedoch die wachsende Nervosität der Kanzlerin. So verbittet sie sich eine Vorverurteilung. Warum wird klar, wenn man das Grundgesetz studiert. Dort steht in Art. 115b daß im Kriegsfalle die  Befehls- und Kommandogewalt auf den Bundeskanzler übergeht. (Gut, da ist vom Verteidigungsfall die Rede, aber warum führen wir sonst einen Krieg?) Aber nicht einmal die Linken merken das. Und die Grünen gehen mit Ihrem Fraktionsvorsitzenden Trittin gar so weit zu behaupten, wir führten in Afghanistan keinen Krieg. Dem ist beim Marsch durch die Institutionen wohl auch der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen. Vermutlich wird er irgendwann vor den Massen im Sportpalast stehen und für die Besetzung Afrikas werben um endlich genug Solarenergie für die Abschaltung der Kernkraftwerke ... aber da geht´s wohl grad mit mir durch.

Erstellt von: Mathias Braun am 8.9.2009 17:23

"Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurück geschossen", fast so hallte es dieser Tage durch den Blätterwald. Vom "rasanten Wandel" der Bundeswehr spricht die Deutsche Welle und zeichnet die Geschichte des Eisernen Kreuzes nach. Von historischer Last ist da und auch in anderen Blättern zu lesen.

In der Tat wurde das EK von Friedrich Wilhelm III gestiftet als sich Deutschland gegen Napoleon erhob und auch wenn man die Geschichte des 3. Reiches mit einbezieht, ist das EK durchaus und aus der Zeit gesehen nichts ehrenrühriges, sieht man einmal davon ab, daß der unselige Herr Hitler die Leute für blödsinnige Allmachtsfantasien in den Tod trieb. Schließlich konnte man den Menschen damals noch klar machen, daß es um ihr Vaterland ging. (BBC war halt auch nicht jedem zugänglich und nicht wirklich weniger verbohrt.)

Doch nun verleiht die Kanzlerin der Herzen mit dem "Ehrenkreuz für Tapferkeit" aus, das seinen Bezug zum EK nicht leugnen kann, für Einsätze am Hindukusch und in Ländern, die noch nicht einmal bei gutmütigster Betrachtung als deutsch einzuordnen wären, wie beispielsweise Kamerun oder Deutsch-Südwest. Das dies gut in die Gewöhnung des deutschen Volkes an die "neuen Aufgaben" der Bundeswehr ist und somit nur logisch konsequent, wird dabei viel zu selten angeprangert. Doch schauen wir einmal kurz zurück.

Als Martin Homann im Dezember 2001, damals noch in Stand und Ehren bei der CDU, das EK als Ehrenzeichen für Bundeswehrsoldaten forderte, wurde er fast gesteinigt.

Im Februar 2007 forderte dann Verteidigungsminister Jung, ebenfalls CDU, ein Ehrenmal für gefallene Soldaten. Damals, so die Pläne sollten "die Namen der Toten ... nicht auf dem Stein aufgeführt werden, weil Hinterbliebene dagegen Einwände erhoben hätten. Auch wäre das Ehrenmal nicht öffentlich zugänglich, weil es auf dem abgeschirmten Gelände im Bendler-Block - dem ehemaligen Sitz des Oberkommandos des Heeres - errichtet werden soll, dem heutigen Berliner Amtssitz des Verteidigungsministers." Ob es im Sinne der von Stauffenbergschen Attentäter gewesen wäre, deutsche Soldaten für ihren tapferen Einsatz im weltweiten Kriegseinsatz zu ehren, will ich einmal dahingestellt lassen.

Interessant scheint aber für mich an dieser Stelle, die fortgesetzte Glorifizierung mit Hilfe des Eisernen Kreuzes und  seiner Helden. Insofern macht das Mahnmal an der Stelle der Erschießung des EK I und EK II Trägers von Stauffenberg wieder Sinn.

Im Oktober 2008 wurde dann die nächste Stufe gezündet, als Jung zum ersten Mal offiziell von "Gefallenen" redet und somit eine Vokabel benutzt, die seit den ausgehende 60ern als aussterbend betrachtet werden konnte. Allerdings möchte "Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) ... die Situation in Afghanistan trotzdem nicht als Krieg bezeichnen", denn sonst hätten ja die Versicherungsunternehmen recht, wenn sie ihre Zahlungen an Hinterbliebene mit dem Verweis auf das "passive oder aktive Kriegsrisiko" verweigerten.

Und schon sind wir wieder am Anfang der Geschichte des EK. Auch dieses wurde deshalb in Eisen gegossen, weil andere Metalle kriegswichtig und somit zu teuer waren.

Aber schließlich sterben die Soldaten ja für eine gute Sache ... Doch wie sagte schon Marie von Ebner-Eschenbach: "Es würde viel weniger Böses auf Erden geben, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte."
Erstellt von: Mathias Braun am 12.7.2009 13:11

Gibt es solche Zufälle? Just als der amerikanische Präsident das Kriegsbeil gegenüber den Muslimen begräbt, stehen die Perser gegen die gefälschte Wahl auf. Woher aber wußte man so genau über die kommenden Ergebnisse Bescheid, ist doch Wahlforschung in Persien ein Fremdwort. Irgendwie frage ich mich, ob man uns die ganze Wahrheit erzählt.

Doch gehen wir ein paar Jahrzehnte zurück, schließlich wir doch inzwischen gelernt, daß Geschichte sich wiederholt. 1978 würde Schah Mohammad Reza Pahlavi von der islamischen Revolution gestürzt. Die Initialzündung kam vom SAVAK, welcher wiederum von CIA und Mossad aufgebaut wurde. Damit beendeten Sie die Herrschaft des Mannes, den sie selbst (auch mit Uran) unterstützt hatten.

Interessanterweise erzählte mir eine Bekannte Perserin, die einen Verwandten hat, der in der unmittelbaren Umgebung des Schahs arbeitete, dieser selbst hätte einmal erwähnt, Khomenei sei ein Doppelgänger des CIA, denn den Richitigen hätte er selbst umbringen lassen. Dies erscheint mir duruchaus realistisch, war der Schah doch nicht für seine versöhnliche Art verschrien. Auch Morde im Ausland waren für ihn kein Problem.

Doch zurück in die Gegenwart. Obama schlägt versöhnliche Töne an und schon erleben wir eine neue Schweinebucht. Kann das ein Zufall sein? Und schon sind wir wieder bei Heinrich von Kleist, der einmal sagte: "Wenn man von einer Nachricht, die man liest, sich auch das Gegenteil vorstellen kann, dann soll man vorsichtshalber gleich auch das Gegenteil glauben."

Ein wenig verwirrend ist auch die Informationslage. Die deutschen Medien berichten von der Zensur erwähnen aber im gleichen Atemzug, daß Twitter die Kommunikationsquelle der persischen Protestbewegung sei. Warum zum Teufel sperren die Mullahs diesen dann nicht?

Der Spiegel versucht sich in der Erklärung, der persische Geheimdienst nutze Twitter inzwischen zur gezielten Desinformation. Doch wie geht das zusammen mit der Meldung, das amerikanische Außenministerium habe Twitter gebeten, seine geplanten Wartungsarbeiten zu verschieben, um den Iranern weiterhin die Möglichkeit zu geben, Informationen auszutauschen?

Und statt sich Gedanken über die Zusammenhänge zu machen, prescht die Kanzlerin der Herzen wieder einmal mit einer Forderung nach Neuauszählung der Wahlzettel vor. Dabei hätte sie genug in Deutschland zu tun. Die gleichgeschalteten öffentlich, rechtlichen Medien tun ihr übriges. In SWR3 mußte ich dieser Tage ein Bekenntnis eines heroischen, fiktiven iranischen Bloggers kennenlernen, der Alkohol trinken wollte. Was für ein Bullshit. Soll damit vielleicht unsere Jugend für einen Kriegseinsatz weichgeklopft werden? Komando Komasaufen in Teheran oder vielleicht Alkopops für Ayathollas?

Interessant ist auch die Bilderflut die aus dem zensierten Iran den Westen erreicht. Anti-Mullah.com eine Seite "Dedicated to the removal of the Islamic Regime in Iran" findet man grauslige Bilder von angeschossenen Menschen und gar das eines im Mutterleib getöten Babies. Da stehen also Ärzte im Krankenhaus, schneiden eine tote Mutter auf um ein Foto des ebenso toten Babies zu machen? Irgendwie erinnert mich das alles an die Propagandalügen vergangener Kriege:

"Berichte über irakische Grausamkeiten
Die PR-Strategen kreierten Nayirah, ein 15jähriges kuwaitische Mädchen, das in einem Krankenhaus in Kuwait City gearbeitet haben soll. Mit stockender Stimme berichtete sie vor laufender Kamera, wie irakische Soldaten Babys aus den Brutkästen rissen, die Inkubatoren mitnahmen und die Säuglinge auf dem kalten Klinikboden sterben ließen. Die Welt war entsetzt über so viel Grausamkeit der Iraker. Die Medien liefen heiß und Politiker empörten sich. US-Präsident Bush zitierte die Aussage das Mädchens. Die Delegierten der Uno schüttelten den Kopf und stimmten für einen Krieg gegen den Irak, der letztendlich mehr als 100.000 Menschen das Leben kostete.

Aussage war schlicht erfunden
Erst später stellte sich heraus, daß die Aussage von Nayirah nichts anderes als eine blanke Lüge war. Hinzu kam noch, daß die angeblichen Krankenhauspraktikantin die Tochter von Scheich Saud Nasir al-Sabah war, dem ehemaligen kuwaitschen Botschafter in den USA. Die verspäteten Versuche der Medien, mit dem Mädchen zu sprechen, um ihre Aussage zu verifizieren, verliefen im Sand der kuwaitischen Wüste." Quelle: Reutlinger Friedengruppe.

Interessant im Übrigen auch die Domaininfo zu Antimullah.com. Da scheint jemand Angst vorm kapern zu haben, sind doch alle Automatismen zum Domainwechsel gesperrt.

Irgendwie werden wir wohl wieder warten müssen, bis die Sperrfrist der Geheimdienstakten vorbei ist, um die ganze Wahrheit zu erfahren. Ich für meinen Teil hoffe, die Menschen in Persien erlangen die individuelle Freiheit, ohne das allzu viele von ihnen daran glauben müssen.

Erstellt von: Mathias Braun am 21.6.2009 20:35

"Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinguckt, so kann kein Apostel heraussehen", das wußte schon Georg Christoph Lichtenberg, seinerseits Physikprofessor in Göttingen. Heute würde er vermutlich sagen, daß der Computer ein Intelligenzverstärker sei, der, wenn man nur ein Grundrauschen anlegte, auch nur dieses verstärken würde.

Wieder einmal ist es der Polizei gelungen, mit enormen technischen Aufwand nichts zu erreichen. Blind auf die DNA vertrauend, hat man sich passend zu den vermeintlichen Spuren ein Phantom zurechtgezimmert , statt sich auf den gesunden Menschenverstand zu verlassen. Mit dieser Technikgläubigkeit haben wir schon unser Gesundheitssystem ruiniert und Amerika verliert damit in vorhersehbarer Regelmäßigkeit Kriege.

Ich jedenfalls werde ohne Gerichtsbeschluß nie an einem Massengentest teilnehmen. Wer weis wohin mein Genmaterial geschmiert wird, und Ratz Fatz bin ich Jack the Ripper, nur weil ein nicht zertifizierter Wattestab zum Einsatz kommt. "Die Wattestäbchen würden sterilisiert, teilte die Greiner Bio-One GmbH in Frickingen mit. "Mögliche vorhandene DNA-Verunreinigungen menschlichen oder tierischen Ursprungs können durch eine Sterilisation nicht beseitigt werden", hieß es in der Mitteilung." Grundgütiger, das wußte ja sogar ich.

Doch das Ganze hat System. Der Stasiobere schreit nach immer neuen Gesetzen, es wird eine Behörde nach der nächsten gegründet die zum Teil miteinander und zum Teil gegeneinander arbeiten. Da möchte auch die Bundeswehr nicht zurückstehen, "Zu viel Bürokratie, zu wenig Ärzte", titelt die FAZ und beschreibt die Zustände der Bundeswehr. Zwei Klicks weiter liest man von der gerichtlich gerügten verfassungswidrigen Einberufungspraxis. In der Tat habe ich eine gewisse Freude daran, wie sich die Behörden gegenseitig lahmlegen. Der Wal ist gestrandet.

Doch ebenso wie die Greenpeace Aktivisten, die ein Wahnsinnsgeld für das Rückrollen der Wale ausgeben, statt der Natur ihren hochgelobten freien Lauf zu lassen, bricht die Politik in blinden Aktionismus aus. Ein nettes Beispiel hierfür ist die hochgelobte Islamkonferenz unseres Innenministers, der versuchte, die islamistischen Wale in Meer der Integrierbaren zurückzurollen. Nun stellt sich heraus - und auch das konnte man schon viel früher lesen - daß am Tisch des Verteidigers von Recht und Ordnung Kriminelle sitzen.

<Traum> Vermutlich werde ich dann heute lesen, daß die sich als Staatsoberhaupt wähnende Kanzlerin der Herzen eine harsche Kritik gegen ihren Innenminister losläßt, wie sie es ja auch beim Hl. Vater tat. </Traum>

Erstellt von: Mathias Braun am 27.3.2009 09:58

Das protestantische Pastorentöchterlein meint sich bei Anne Will zum Staatsoberhaupt befördern zu müssen, obwohl der letzte Kanzler, der auch Reichspräsident war ... aber lassen wir das. Diese Äußerung zeigt doch nur ihre absolute Unkenntnis der deutschen Geschichte und so plappert sie auch weiter von ihrer vermeintlichen Pflicht, sich gegen den Hl. Vater zu Wort zu melden.

Nun, mag man sagen, sie ist ja auch Physikerin und ehrlich gesagt war auch meine vage Hoffnung zu Beginn ihrer Amtszeit, daß sie sich auf Fakten stützt, wenn sie Entscheidungen trifft. Leider scheint das aber auch nicht der Fall zu sein.

Die Kabinetts-Mutterkreuz-Trägerin schießt heute mit einem Vorschlag in die Schlagzeilen, Kinderpornographieseiten sperren zu lassen. Wow, was für eine Idee. Selbst die wenig technikaffine Zeit weis Stunden später zu berichten, daß es "dabei ...aber eine Reihe technischer und rechtlicher Probleme" gibt. In dem Artikel werden dann auch die "Eckpunkte für die Sperrung kinderpornografischer Seiten" genannt. "Die Liste mit den zu sperrenden Seiten sollen die Provider vom Bundeskriminalamt (BKA) bekommen". Damit ist eine meiner Fragen, die ich in meinem Blog schon mal stellte endlich beantwortet und vermutlich wird das BKA demnächst in Bundeskriminal und -Kulturhauptamt umbenannt, dessen Propagandaabteilung dann die zensierten Seiten benennt.

Doch es kommt noch besser. "Damit der Nutzer bemerkt, dass er etwas falsch gemacht hat, soll nach norwegischem Vorbild ein rotes Stopp-Schild auf dem Bildschirm erscheinen." Kommt nur mir es so vor, oder hört sich das nach Umerziehungslager an? Der Geschäftsführer des Providerverbandes Eco sagt dann: "Einen Effekt auf die Anzahl der kinderpornografischen Seiten wird das Gesetz jedoch nicht haben" und ich frage mich, warum dann das Ganze. Ein paar Zeilen weiter lese ich dann: "Es herrscht weitgehend Übereinstimmung darüber, dass die Filterung auf einer klar umrissenen gesetzlichen Grundlage beruhen muss, die eine inhaltliche Ausweitung etwa auf Terrorismusbekämpfung verhindert. Ob dies auf Dauer gelingt, ist nicht ausgemacht: Einige Politiker haben schon angeregt, das Filtersystem auch auf Glücksspiel-Seiten und Bombenbauanleitungen auszuweiten." Nachtigall ick hör Dir trapsen.

Wir regen uns über Internetzensur in China auf und werden selbst immer mehr zum Polizeistaat. Fingerabdrücke hier, Internetsperren da, Bundestrojaner dort. Würde man das ohne Nennung des Landes erzählen, käme man auch leicht auf jedwede Diktatur dieser Welt.

Passend dazu wird unser Staat immer sozialisitscher und ich hege die Befürchtung, daß Erich Honnecker recht behält, der einmal sagte: "Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf".

Wenn wir dann den Filter haben, wird dieser sicher bald der Vorratsdatenspeicherung zugefügt und für die Staatssicherheit auswertbar gemacht werden. Dann können neben kinderpornographischen Seiten auch jegliche anderen Seiten getrackt werden. Überwachung pur.

Schauen wir uns mal die Möglichkeiten an, die Sperren zu umgehen.

  1. Man geht über einen Proxy im Ausland. Auch bspw. Anonymizer.com ist für den Zugriff jenseits aller Sperren geeignet.
  2. Der Kinderpornoanbieter kapert eine fremde Seite. Anleitungen dazu findet man ohne Probleme im Netz bspw. bei YouTube
  3. Der Kinderpornoanbieter wechselt im Stundenryhtmus die Seiten. Dazu muß er nicht mal seine Daten hin und her kopieren. Wozu gibt es schließlich DynDNS?

Das waren nur mal die Möglichkeiten, die mir auf die Schnelle eingefallen sind. Mit ein wenig Grips kann man sich da allerhand vorstellen.

Und wie als wollte er die Nicht-Kontrollierbarkeit und anarchistischen Züge des Internets vorführen, schafft es US-Satiriker Stephen Colbert eine Internetabstimmung der NASA zu gewinnen. Solche Aktionen brauchen wir öfter. Es lebe der Internet-Anarchismus

Erstellt von: Mathias Braun am 25.3.2009 17:02

Der Herakles von Rom steht weiter unter Beschuß. Als oberster Brückenbauer stets bemüht, die verlorenen Schafe zurückzuholen wird er von der antikatholischen Presse hingerichtet. Doch inzwischen zeigen sich erste Informationen auf eine bewußte Desinformationspolitik gegen den Vatikan.

So behauptet der linke Generaldechant Franz Wild weder sein Chef, der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz, noch Kardinal Schönborn, seien vor der Ernennung des Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagners informiert worden. Wagner, ein konservativer Pfarrer aus Windischgarsten ist für seine konservativ Katholische Haltung bekannt geworden.

Auf die Frage "Wie werten Sie die Tatsache, dass nicht einmal der Kardinal eingebunden war in die Ernennung des Linzer Weihbischofs?" antwortet dagegen Bischof Kappelari in einem Interview mit der Kleinen Zeitung: "In Erwägungen über andere Kandidaten und auch über Dr. Gerhard Wagner waren wir Bischöfe sehr wohl mehrmals einbezogen. Am Ende entscheidet der Papst." Damit straft Kappelari den Generaldechanten Lügen. Dieser läßt sich davon aber nicht abschrecken und wirft dem Heiligen Vater die „Fortsetzung einer konservativen und restaurativen Tendenz" vor

Doch schauen wir auf die Worte Kappelaris. In erwähntem Interview sagt er weiter: "Ich möchte vorweg davor warnen, eine Bischofsernennung so abzustempeln, wie dies jetzt von vielen Seiten geschehen ist. Der neue Weihbischof muss um seine Verantwortung wissen und er muss auf seinen Diözesanbischof hören und auch auf uns Bischofskollegen, die wie zum Beispiel ich seit 27 Jahren ­ viele unvermeidbare aber auch vermeidbare kirchliche Probleme in Österreich miterlebt, miterlitten und zum Teil auch mitüberwunden haben. Wir brauchen Klarheit und Einfachheit im Leben und im Glauben. Schreckliche Vereinfachungen sind aber gerade in der heutigen differenzierten Gesellschaft und in der Kirche von heute besonders schädlich und behindern die Evangelisierung. Unzumutbar hat sich übrigens Prof. Zulehner benommen, indem er in der Kleinen Zeitung sagte, der Papst sei "politisch ein an den traditionellen Katholizismus gewöhnter niederbayerischer Knabe". Töne wie diese vom progressiven Flügel der Kirche her haben seit Jahrzehnten das Bild der Kirche Österreichs im Ausland und auch in Rom beschädigt und haben ebenso unzumutbare Töne von der Gegenseite provoziert oder jedenfalls gefördert."

Und hier wird das Ziel der Alt-Achtundsechziger klar. Dabei haben sie große Teile der veröffentlichten Meinung hinter sich. So berichtete eine Webseite nach der anderen wider besseres Wissen: "Nicht bestätigten Informationen zufolge wird damit keiner jener Kandidaten berücksichtigt, die auf der Vorschlagsliste des Linzer Diözesanbischofs Ludwig Schwarz gestanden haben sollen. Angeblich hat Rom direkt entschieden. Auch der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn soll in die Entscheidungsfindung nicht unmittelbar eingebunden gewesen sein". Nirgends läßt sich diese Behauptung erhärten und so läßt sich nicht eine Stelle finden, in der es heißt: "Kardinal Schönbohm sagte ...". Das ist Desinformation im besten Sinne.

Das die Kritiker dieselben sind, die den Heiligen Vater jetzt demontieren wollen, macht klar, wes Geistes Kind sie sind. Es geht nicht um die Holocaust Verleugnung von Bischof Williamson sondern gezielt darum, das Antlitz der Katholischen Kirche zu entstellen. Möge Gott verhüten, daß dies passiert und dem Heiligen Vater die Kraft und ein langes Leben geben, um diesen Stall auszumisten.

Erstellt von: Mathias Braun am 7.2.2009 21:21

Endlich melden sich deutsche Bischöfe zu Wort, die Klartext sprechen. "Bischof Mixa wirft Merkel Fehlgriff vor" schreibt der Spiegel. Mixa stellt sich klar hinter den Heiligen Vater und auch andere Bischöfe ziehen nach.

Doch das Klima ist inzwischen so vergiftet daß inzwischen schon die ersten Verschwörungstheorien blühen. So liest man: "der Vatikan halte das Interview mit der Holocaust-Leugnung Williamsons für ein ´gezieltes Komplott´ des schwedischen TV-Senders SVT. Die Stockholmer Zeitung ´Svenska Dagbladet´ berichtete unter Berufung auf religiöse Kreise in Rom, dass das Interview in einem internen Vatikan-Report als ´bewusst gestellte Falle für Seine Heiligkeit Benedictus XVI.´ eingestuft werde. Demnach habe der TV-Sender das Interview mit Williamson bewusst am 21. Januar und damit drei Tage vor der länger feststehenden Rücknahme der Exkommunikation Williamsons und drei weiterer Bischöfe ausgestrahlt, um dem Papst so stark wie irgend möglich zu schaden."

Wie um dies zu bestätigen fällt der Liebhaber naturgeiler russischer Nutten mit der Aussage über den Heiligen Vater her, er sei ein Lügner und Heuchler. Das gleicht dem heraufbeschwören von Pogromen und ist eine mentale Reichskristallnacht gegen Katholiken. Der Gutmensch Friedman schwieg aber, als die Israelis den Gazastreifen bombardierten, der auch von vielen Katholiken bevölkert ist.

Erstellt von: Mathias Braun am 4.2.2009 19:40

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Unsere omnipotente Mutter Oberin Angela wurde mit dem Heiligen Geist erleuchtet und fühlt sich jetzt auch befleißigt, dem Papst Instruktionen zu erteilen. So ganz nebenbei zieht das evangelische Pastorentöchterlein neben der Frauenordination auch noch die Abschaffung der Trennung von Kirche und Staat durch.

Doch führen wir uns die Geschichte noch einmal vor Augen. Papst Benedikt hat die gegen die Lefebvre-Bischöfe verhängte Exkommunikation aufgehoben. Einer dieser Bischöfe stellte dann die Gaskammern und die Zahl der getöteten Juden in Frage. Nun schreien neben den Bischöfen auch ansonsten liberale Menschen nach der Exkommunikation. Das ist wirklich grotesk. Den Gutmenschen dieser Zeit kann man nicht übel nehmen, daß Sie dies fordern, auch wenn sie sonst gegen solch mittelalterliche Bestrafung sind. Aber ein Bischof sollte wissen, daß obige Aussage kein Grund für eine Exkommunikation ist. Die Kirche muß Fehler verzeihen. Täte sie dies nicht, so wäre sie entvölkert. Diebe, Mörder, Kinderschänder - sie alle verdienen die Gnade Gottes, wenn sie umkehren, und es ist nicht Aufgabe der Kirche, über sie zu richten.

Hier wird genau wie bei der Regensburger Vorlesung die Situation bewußt und bösartig mißinterpretiert, um sich in Szene zu setzen. Die Bundespäpstin kann damit von ihrer chaotischen Amtsführung ablenken und auch den Streit mit der jüdischen Gemeinde in Sachen Bundestagssitzplätze durch ein Brandopfer ausmerzen. Daß der Papst hierbei als Opferlamm dient, mag den Generalsekretär des Zentralrats Stephan Kramer besonders freuen, ist er es doch, der sich in beiden Affären besonders zu profilieren versuchte. So fordert er in der aktuellen Sitation vom Papst, sich klar zu distanzieren. Das ist Brandstiftung im übelsten Sinne, hat dieser dies doch bereits mehrfach getan. Im Übrigen würde Herr Kramer sich wohl in der umgekehrten Situation lautstark eine Einmischung in religionsinterne Angelegenheiten verbitten.

Einzig die Redakteuere der linksliberalen Zeit behalten den Überblick. Vielleicht sollte ich die Zeitung doch noch abonnieren. Frau Merkel sollte sich aber noch ein wenig mehr mit Kirchengeschichte beschäftigen, damit sie nicht irgendwann tagelang barfuß im Schnee warten muß, um Abbitte zu leisten.

Erstellt von: Mathias Braun am 3.2.2009 19:40

Eigentlich habe ich keine Lust mehr, ewig die gleiche Litanei zu schreiben, aber als ich heute auf der Autobahn fuhr, sah ich einen Laster vor mir mit einem Bild der Rosa Luxemburg der CDU - Frau Merkel. (siehe rechts) Dies machte mir mal wieder klar, daß man den Widerstand gegen schwachsinnige Politik nicht aufgeben darf und wen er auch noch so sinnlos erscheint.

Warum bloß kann der Mensch nicht aus der Geschichte lernen?

In Somalia werden Kriegsschiffe eingesetzt um Piraten vom kapern von Handelsschiffen abzuhalten. Dafür riskieren auch deutsche Soldaten ihr Leben. Die indische Marine versenkt gar ein thailändisches Fischerboot und die Welt vergißt zu fragen, was dieses Boot eigentlich in somalischen Gewässern sucht. Das die somalischen Fischer auf die Piratenschule gehen müssen um überleben zu können wenn ihre Fischgründe leergefischt werden, weil fremde Fischereiflotten in dem von Krisen geschüttelten Land nicht mit einer Küstenwache rechnen müssen, übersieht man geflissentlich.

Unsere Ostmieze an der Spitze der Bundesregierung erzählt, die finanziellen Erblasten der DDR Einverleibung seien abgestottert und vergißt dabei die, daß ein Gutteil einfach nur umgeschuldet wurde. Das dies eine Bad Bank der Bundesrepublik ist, wird nur wenigen klar. Überhaupt "Bad Bank" - früher nannte man das Auslagern von Verlusten Bilanzfälschung - und das war strafbewehrt.

Doch nicht genug der Merkeleien. Merkel will Banken verstaatlichen schreibt die FTD und das ist kein vorgezogener Aprilscherz. Nach der Zerschlagung des Krankensystems auf dem Weg zur sozialistischen Gesundheitsverwaltung folgt nun die Sozialisierung der Banken. Ironischerweise hat die Rot/Grüne Bundesregierung die Bankenkontrolle quasi abgeschafft und somit den Grundstein für die jetztige Situation gelegt.

Langsam frage ich mich, ob die Krise nicht bewußt herbeigerführt wird, um uns wieder neue Gesetze schmackhaft zu machen, die uns noch weiter in unserer Freiheit beschneiden. Und man fühlt sich an Ernst Jünger erinnert: "Die Demokratie befriedigt nur noch ideologische Bedürfnisse, denn wir leben in dem perfekt gewordenen Polizeistaat, der bis ins Kleinste das regelt, was nicht vorhanden ist. Sein Kodex ... ist nur von dem zu erfüllen, der sich zum Sterben legen will."

Doch wir sind inzwischen so kondidioniert, daß wir selbst schon nach mehr Staat rufen, wenn uns nur die richtigen Schlüsselreize geboten werden. Ein solcher ist Rechtsradikalismus. Der Fall Mannichl ging durch alle Gazetten, doch die Nachricht von der Unglaubwürdigkeit einer wichtigen Zeugin und auch des Opfers schafft es dann nicht mehr auf die Titel. Dabei war der mutmaßliche Mörder mit dem Schlangentattoo ganz leicht zu finden, wie dieses Bild beweist.

Doch es gibt es ja inzwischen einen neuen Fall von Rechtsradikalismus der noch spektakulärer ist. Der Papst ist inzwischen in die Riege der Neonazis aufgerückt. Zumindest wenn man der Presse glaubt. Selbst die ehemals seriöse FAZ ergeht sich in Halbwahrheiten und Vorurteilen. Über Papst Pius XI. schreibt sie, mehr oder minder offen, das sein Antisemitismus überdeutlch sei. Dies ist aber unter Historikern zumindest sehr fragwürdig. Ein Verweis auf die Enzyklika "In brennender Sorge" fehlt ganz, dafür wird das Karfreitagsgebet "Oremus et pro perfidis Judaeis" leicht mit Gebet für die perfiden Juden übersetzt, doch dem Lateiner ist klar, "perfidis Judaeis" bedeutet treulos im Sinne von "nicht an den wahren Messias glaubend" und nicht perfide im Sinne von gemein. Äußerungen wie die des Levebvre Generaloberen finden sich nur auf Special Interest Websites. Dieser sagt:

"Als Distriktoberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Deutschland bin ich mit meinen Mitbrüdern erschüttert über die Aussagen von Bischof Williamson hier in diesem Land.

Die Verharmlosung der Judenmorde des NS-Regimes und dessen Greueltaten sind für uns inakzeptabel.

Die Verfolgung und Ermordung von zahllosen Juden im Dritten Reich berührt uns äußerst schmerzlich, verletzt sie doch zutiefst das christliche Gebot der Nächstenliebe, die keine ethnischen Unterschiede kennt.

Ich möchte mich für dieses Verhalten entschuldigen und mich von jedweder Aussage dieser Art distanzieren.

Für uns ist eine solche Distanzierung auch deshalb selbstverständlich, weil der Vater von Erzbischof Lefebvre selbst in einem KZ umgekommen ist und auch viele katholische Priester in Hitlers Straflagern ihr Leben ließen."

Stattdessen wird der drittklassige Theologe Küng mal wieder ausgegraben und als Dank dafür rückt er Benedikt in die Nähe des Zeitgeist-Teufels George W. Bush.

Die eigentlichen Gründe für die Rücknahme der Exkommunikation werden entweder verleugnet oder heruntergespielt. Stattdessen wird die Sippenhaft für die Piusbruderschaft gefordert, statt für christliches Verzeihen und beten um Erleuchtung zu werben. Das das Interview schon ein Vierteljahr her ist und bisher nie groß in der Presse war, interessiert scheinbar auch niemand.

Nun ja, Fakt ist, die Ernennungen von Benedikt zeigen auf eine konservativere Katholische Kirche. Ich persönlich finde das gut und die Geschichte lehrt uns, das die Katholische Kirche immer gut daran getan hat, sich nicht vom Zeitgeist überrumpeln zu lassen.

Erstellt von: Mathias Braun am 2.2.2009 21:36

Ernst Thälmann

Schon Francis Bacon wußte: "Wucher ist das sicherste Mittel zum Gewinn, obwohl eines der schlechtesten, da er nichts anderes bedeutet, als sein Brot zu essen 'im Schweiße des Angesichts eines anderen." Doch eine Aussage in dieser Qualität, von einem Präsidentschaftskandidaten der USA und dann auch noch von dem der Republikaner, hätte ich nicht erwartet.

"McCain versprach bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida, mit ihm würden Transparenz und Rechenschaftspflicht an den US-Märkten Einzug halten. Der Flickenteppich von veralteten Regeln im Hinblick auf die Finanzaufsicht werde ersetzt. McCain betonte, die Basis der US-Wirtschaft sei stark. ´Das sind aber schwere Zeiten und ich verspreche, dass wir Amerika nie wieder in eine derartige Lage bringen´", so die Süddeutsche. Ja isses denn wahr?

Allein die Vorstellung was daraus werden könnte ...

  • Wird vielleicht der Morales demnächst von den USA als Nelson Mandelas Südamerikas gefeiert und Amerika geißelt die eigene Ölpolitik in Südamerika?
  • Wird gar der Handelsboykott gegen Kuba aufgehoben und die USA erklären im gleichen Zuge das Guantanamo einen Tag der offenen Tür veranstalten wird?
  • Wird etwa Georgien doch nicht zum Vasallen der USA und Amerika zieht seine Militärberater ab?

Tatsächlich meint man es ernst und verweigert Lehman Brothers und Merill Lynch die staatliche Unterstützung. Das Duo Mc Cain / Palin ergeht sich gar in einer Generalschelte auf die Banken. "I promise reforms to prevent the kind of wild speculation that can put our markets at risk, and has already inflicted such enormous damage across our economy."

Heißt das, der Spritpreis fällt, weil man jetzt den 25 jährigen Investmentbankern das zocken verbietet? Oder gar, daß wir nicht mehr von Emails geplagt werden, die uns dazu auffordern die interne Systeme zu füllen, damit die SEC pünktlich ihre Quartalsberichte bekommt? Überhaupt, für was waren die denn gut, wenn der Laden dann doch vor die Hunde geht?

Alles in allem scheint es mir, der Sozialismus wird wieder zur Mode. Und wir Deutschen waren mal wieder vorne. Frau Ypsilanti trifft sich mit der SED Nachfolgeorganisation just am 60ten Jahrestag der Reuter-Rede an die "Völker der Welt" und es scheint, als wolle sie damit den Lapsus ihres Parteigenossen, mit Berlin-West nicht für den Sozialismus optiert zu haben, vergessen machen.

Einzig Alt-Bundeskanzler Schmidt hält noch gegen die Trendwende und nennt den Diktatoranwärter aus dem Saarland in einem Satz mit "Aolph Nazi". Da hat er wohl den anderen Saarländer vergessen, der, wie sich jetzt herausstellt, hellsichtig meinte: "Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf".

Ich für meinen Teil übe schon mal wieder die Internationale ... "Leeres Wort: des Armen Rechte! Leeres Wort: des Reichen Pflicht! ... Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht...." und verbleibe mit einem sozialistischen "Immer bereit"

Erstellt von: Mathias Braun am 16.9.2008 21:32

Just zur Olympiaeröffnung kommt die Meldung vom Einmarsch der Russen in Georgien über den Ticker. Der Schuldige muß schnell gefunden werden, denn trotz der "zufälligen" medialen Übermacht Olympias hat es die Meldung auf die Titel geschafft. Es ist Putin. Die Russen waren schon immer böse und jetzt, wo sie wieder erstarken sind sie es erst Recht.

Doch wer steht diesem ach so bösen Putin denn gegenüber? Das Wall Street Journal berichtete Ende 2003, das der Vorgänger des georgischen Präsidenten, Eduard Schewardnadse mit Hilfe US-gesteuerter NGOs aus dem Amt geputscht wurde, um der in den USA ausgebildeten Marionette Saakaschwili Platz zu machen. Und der Berater des republikanischen Präsidentschaftskandidaten McCain, Randy Scheunemann, war zuvor Lobbyist für Georgien. Welch ein Zufall.

Das der NGO Putsch damals vom US-Botschafter Richard Miles, der sein Meisterstück beim Putsch gegen Milosevic gemacht hatte, koordiniert wurde, ist ebenso wenig erstaunlich, wie das Gelder in Millionenhöhe nach Tiflis flossen, um den Putsch zu unterstützen. Ebenso ist die Parallelität des Lebenslaufes zum afghanischen Präsidenten nicht zu übersehen.  Das Polen just zu diesem Zeitpunkt in Verhandlungen wegen der Stationierung von amerikanischen Truppen in Verhandlung stand und der zufällige Krieg ein Katalysator für die Unterschrift des polnischen Präsidenten war, ist kein Zufall.

Was Washington allerdings untschätzt hat, ist der Wille der Russen, sich nicht länger auf der Nase herumtanzen zu lassen. Und auch Präsident Saakaschwili ist angezählt.

Und wieder einmal geht es um Rohstoffe und Waffen, obwohl wieder alle von Menschenrechten reden.

Die konservativ, israelische Webseite IsraelNN.com schreibt unter dem Titel: The Israeli Connection: "The Georgian move against South Ossetia was motivated by political considerations having to do with Israel and Iran, according to Nfc. Georgian President Mikheil Saakashvili decided to assert control over the breakaway region in order to force Israel to reconsider its decision to cut back its support for Georgia's military.

Russian and Georgian media reported several days ago that Israel decided to stop its support for Georgia after Moscow made it clear to Jerusalem and Washington that Russia would respond to continued aid for Georgia by selling advanced anti-aircraft systems to Syria and Iran."

Und in der Tat findet man auch schon auf den ersten Hisbollah nahen Webseiten eine Belobigung der Russen, mit dem klaren Hinweis, sich mit dem Iran zu verbünden. Dies merkt man auch schon auf israelischer Seite.

Das dies passiert, scheint mir gar nicht so abwegig. Insbesondere dann, wenn die USA mit ihren Waffen nicht nur auf europäischem Boden immer näher an die russichen Grenzen rücken und damit eine europäische Kubakrise heraufbeschwören, sondern auch noch den Iran überfallen. Und darauf, daß das passiert, würde ich fast wetten wollen.

Erstellt von: Mathias Braun am 18.8.2008 19:32

Ich kanns nicht mehr hören. Mal wieder auf der Autobahn unterwegs mußte ich mir in den Nachrichten die China-Propaganda anhören. Und damit meine ich nicht die von Peking gesteuerte, sondern die, die uns weißmachen will, China sei durch und durch böse. Und wie ich das wieder und wieder höre, erinnere ich mich an die Worte Heinrich von Kleists. Er meinte, wenn man von einer Nachricht, die man läse, sich auch das Gegenteil vorstellen könne, dann solle man vorsichtshalber gleich auch das Gegenteil glauben.

Nun, ich will nicht behaupten, das China mein Traumstaat sei und vermutlich wäre ich mit meinem Blog dort auch schon im Umerziehungslager. Doch sind manche Dinge schon komisch.

  • Fast zeitgleich zur Eröffnungsfeier metzelt Georgien Russen in Südossetien dahin, wohl in der Hoffnung, das ginge wegen Olympia unter.
  • Herr Bush sagt: "die USA stünden in klarer Opposition zu der Verhaftung von Dissidenten, Menschenrechtlern und religiösen Aktivisten" und gleichzeitig verkündet die US-Regierung im Fall des Bin-Laden Fahrers Hamdan "verurteilte Guantánamo-Insassen, die sie nach wie vor als 'ungesetzliche' feindliche Kämpfer" einstufe, nicht freilassen zu wollen."
  • Von Herrn Schäuble und seinen Stasi-Methoden will ich gar nicht reden.

Interessanterweise findet man bei Google Insights unter dem Suchbegriff "censorship"  als erstes die USA - und zwar mit Abstand - obwohl doch China das Land mit den meisten englisch sprechenden Menschen ist.

Gut, wird man einwenden, das kann natürlich darauf hindeuten, daß die US-Amerikaner sich für die Sache mehr interessieren. Schaut man sich aber den Begriff "Sex" oder gar "Adolf Hitler" an, muß man feststellen, daß die Korrelation wohl doch anders zu begründen sind.

Wer steckt eigentlich hinter dieser antichinesischen Meinungsmache und was soll das Ziel sein? Soll China der russische Weg des zügellosen Kapitalismus aufdrängt werden, der das Land schwächt, damit sich Oligarchen breit machen können?

Wir haben in Europa mehrere Jahrhunderte gebraucht, um die Demokratie zu bekommen und letztendlich haben viele Länder das auch von Napoleon mit der zwangsweisen Einführung des Code Civil eingebleut bekommen. Und auch das mit dem Umweltschutz ist noch nicht so alt, daß ich mich nicht noch daran erinnern könnte, wie ich als Kind wegen Gestanks einer nahegelegen Fabrik aufgewacht bin.

Und auch an die durch die Kulturrevolution der Dreierbande gleichgeschaltete Bekleidung mit dem Mao-Anzug ist lange Geschichte. Wer hätte noch in den 80ern daran geglaubt, da ein solches Olympialied wie 北京歡迎妳 möglich ist und dann noch mit solch westlichen Klamotten? 

  

Letztendlich läßt die chinesische Führung eine Unzahl von Ausländern ins Land und das läßt sich nicht eindämmen und seien die Spitzel noch so gut. Das ist sicher selbst dem dümmsten Regierungschinesen klar.

Ich finde es durchaus richtig, auf Menschenrechtsverletzungen hinzweisen, aber ich glaube halt auch, daß es nicht zielführend ist, auf dem eigenen Auge blind zu sein und ich befürchte, das es - um Unruhen wie in den Ländern der Ex-UdSSR zu verhindern - noch einige Jahre wenn nicht gar Jahrzehnte des langsamen Wandels braucht. Und auch die von vielen Europäern angeblich so verehrte  asiatische Ahilosophie und Anthropologie unterscheidet sich grundsätzlich von der abendländischen. So gesehen ist unsere Menschenrechtskritik durchaus als postkolonialistisch einzustufen.

Dies nicht zu erkennen zu wollen, zeugt entweder von Dummheit oder von Boshaftigkeit und selbst der in China hoch geschätzte Hegel, der ja nun nicht unter dem Ruf steht, unaufgeklärt zu sein, meinte das der "Despotismus die nothwendig gegebene Regierungsweise" in dieser schwer zu durchschauenden Gesellschaft aus "Unfreien" sei.

Gönnen wir doch den Sportlern die Freude an Olympia - und schließlich sind da so viele Staatschefs wie sonst nirgends. Das Sport ein gutes Vehikel für die Politik ist, wußte schon Nixon mit seiner Ping-Pong Politik. Und vielleicht nimmt sich die Politik ein Beispiel am Leistungswillen der Sportler - hoffen kann man ja...

Erstellt von: Mathias Braun am 8.8.2008 21:59

Am Wochenende war ich mal wieder auf der Autobahn unterwegs und was muß ich da hören, Erhard Eppler fordert die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Erhard Eppler? Der Mann der den "Atomkonses" mitgetragen hat?

Genau der. Irgendwie komisch.

Aber einen Tag später wird das Ganze schon klarer. Herr Eppler, der inzwischen auch von Peter Struck unterstützt wird, will dafür den Ausstieg ins Grundgesetz schreiben. Das gleicht einem Morgenthau Plan der SPD der die Kriegserfolge der Rot/Grünen Koalition auf jeden Fall festschreiben will. Vielleicht sollte man die Idee von Herrn Eppler Agenda `45 nennen.

Die restliche Welt denkt da anders. Doch auch die Kanzlerin läßt sich zu der Aussage hinreißen, "dass sie die Nutzung der Kernenergie für keinen entscheidenden Faktor im Kampf gegen den Klimawandel hält." Ahnlich unbelastet von Fachwissen äußert sich auch Umweltminister Gabriel der sagt: "Ich kenne keinen, der sein Auto mit Brennstäben tankt, und Öl- oder Gasheizungen lassen sich auch nicht mit Atomstrom betreiben." Da hat er wohl Recht, allerdings lassen sich Ölheizungen auch nicht mehr betreiben, wenn sich die Leute kein Öl mehr leisten können, weil der Ölpreis ins Unermeßliche steigt und der Steueranteil mehr als 50 % des Endpreises beträgt.

Aber die Akkus für Autos werden besser, Stromheizungen und strombetriebene Erdwärmesysteme und nicht zu vergessen Fernwärme aus Kernkraftwerken machen auch warm. Stattdessen fordert Gabriel eine "Atomsteuer" und ich bin gewillt, das zu glauben, auch wenn er dementieren läßt.

Gut denkt man, alle Argumente ausgetauscht, aber die SPD setzt noch einen drauf. "Und während die Union mit Energiekosten und der Klimaveränderung argumentieren, spricht die SPD von Terrorgefahr und einem ungelösten Problem." kann man beim Stern nachlesen.

TERRORGEFAHR

Irgendwie hab ich das immer andersrum verstanden. Teure Energie -> Verteilungskämpfe -> Terrorgefahr.

Aber die Terrorgefahr muß inzwischen wohl für alles herhalten. Um die Gefahr abzuwenden, werden wir wohl nächstens mit einem Atom-Pogrom rechnen müssen. Allerdings werden diesmal wohl die Nachbarstaaten die Flüchtlinge aufnehmen und Kernkrakftwerke werden dann zu ihren Sicherheitsbedingungen an den deutschen Grenzen gebaut und auch die Steuern bleiben dann im Ausland.

Erstellt von: Mathias Braun am 9.7.2008 22:17

Ist Tyrannenmord nun erlaubt oder nicht? "Gegen jeden, der es unternimmt, diese (Anm. d. Verf.: verfassungsgemäße) Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist", sagt Artikel 20 des Grundgesetzes und ich frage mich ernsthaft, ob man einen Terroristen wirklich vor Gericht stellen könnte ... aber lassen wir das, bevor es staatsfeindlich wird.

Wir werden von einer Horde durchgedrehter Politiker regiert und dann wundert man sich, das es immer öfter auch in den Konzernen schief geht. Die Telekom gibt mal eben bekannt, deutsche Journalisten ausspioniert zu haben und der Ex-Sicherheitschef Knoke meint, das sei so Usus in deutschen Konzernen. Nun ja, von LIDL wissen wir das ja schon und wir haben auch gelernt, daß das Management nie davon wußte. Ich frage mich nur wie sowas unbemerkt bleiben kann?

Nun will ausgerechnet der Staatskapo mit den Vertretern der TK-Branche über einen Ehrenkodex sprechen. Das ist so, als würde man Herrn Priklopil zum Kontrolleur von Kindergärten ernennen. (Was für ein Glück, daß er tot ist, zutrauen würde ich es unserer Regierung) Es solle Sorge dafür getragen werden, dass die Qualität des Datenschutzes in den Unternehmen "nicht hinter den staatlichen Standard zurückfällt", so Schäuble.

Ja Mensch, dann müssen die ja noch Nachrüsten. Eine Maut-Spitzel-Brücke vor jedem Firmeneingang, Biodatenerfassung aller Reporter und Vorratsdatenspeicherung ihrer Telefonkontakte. Vermutlich hat Herr Schäuble mit eben jener die Auswertung erst möglich gemacht.

Einzig der Arbeitskreis der Datenschützer kommentiert die Situation richtig: "Die Regierung hat in den vergangenen Jahren den Datenschutz mit Füßen getreten und auf ein Minimum abgebaut". Insofern treffe den Staat auch eine Mitschuld daran, dass bei der Telekom der "größte anzunehmende Unfall" eingetreten sei.

JAWOHL, Recht haben sie - Leider!

Aber das ficht die Berliner Füherkaste nicht an. Es fehle der Telekom an einem Mindestmaß an Anstand und Achtung vor Recht und Gesetz sagt Herr Wiefelspütz von der SPD. Jener Herr Wiefelspütz der es 2006 "Als einen schweren Fehler" bezeichnet hat, daß Maut-Daten nicht zur Strafverfolgung genutzt werden dürfen. Es sei "fachlich nicht verantwortbar, dass angesichts des zugemauerten deutschen Mautsystems schwerste Verbrechen wie Mord möglicherweise ungestraft blieben" und weiter meinte er damals "Das sollten wir so rasch wie möglich korrigieren". Was der wohl erst macht, wenn die SPD nun doch mit der PDS koaliert und die Stasi wiedereinführt. Das ist ja ein Traum für die Datenträgerindustrie...

Doch auch die Franzosen leiden unter den zerebralen Flatulenzen ihrer Volkstribunen. In Frankreich wurde jetzt eine muslimische Ehe annulliert - mit der Begründung, die Braut habe dem Bräutigam verheimlicht, dass sie keine Jungfrau mehr war". Sharia-Recht in Frankreich. In der Urteilsbegründung wird dann weiter ausgeführt: "Der Mann sei über wesentliche Eigenschaften seiner Frau getäuscht worden." Mit der Argumentation tauscht man auch ein gammeliges Schnitzel um. Das ist gelebte Diversity. Ein wenig laizistisches Gehabe wegen eines Papsteuros,  zum Schein konvertierende Staatsbeamte, ein bisschen Celebrity Demonstration des Präsidenten der sich und seinem Land auch eine École de Guerre Économique leistet und ein wenig Sharia-Rechtssprechung. Und irgendwie fühle ich mich an den alten Revolutionswitz der Grande Nation erinnert in dem ein Franzose losrennt und "Menstruation, Menstruation" schreit. Darauf angesprochen daß das doch "Revolution" heiße, meint der blos: "Hauptsache es fließt Blut".

Erstellt von: Mathias Braun am 30.5.2008 21:58

Hitlers Kabinett
Umfrage der Welt
Wie das Olympialogo entstand

"Miegel warnt vor Kollaps des Sozialsystems", so titeln alle Newsportale und zitieren den Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel der das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn leitet. Dieser nimmt die Kritiker der Rentenerhöhungen in Schutz und warnt vor dem Rentenkollaps. Was ist das denn für ein Idiot?

Als hätte Sachverstand schon jemals einen Politiker überzeugt. Die Bankenkrise im Zusammenhang mit der verfehlten US-amerikanischen Zinspolitik hat auch jeder Einzelhandelskaufmann im ersten Lehrjahr kommen sehen, aber das hat die Politik einen Dreck geschert. Im Gegenteil, die politisch kontrollierten Banken stehen an vorderster Front der Spekulanten. Die haben sich wohl den Spruch des öffentlich rechlichen Fernsehens mit der "ersten Reihe" zu sehr zu Herzen genommen. Und wer zahlt den Bankrott? Ich!

Ok, nicht alles, aber doch ein paar Euro und zwar mit den Steuergeldern, die mir der Staatsmoloch abpresst. Und die Minister, von ausgesuchter intellektueller Einfachheit geprägt, verprassen was zu verprassen ist. Einzig Minister Steinbrück behält einen kühlen Kopf und haut seinen Amtkollegen vor den Latz, den sie ob ihres offensichtlich infantilen Geisteszustandes tragen müssen.

Als wäre nichts geschehen, wollen Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), Bildungsministerin Annette Schavan (CDU), Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) und Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) einfach mal mit ein paar Milliärdchen über den verabredeten Etat hinausschießen. Selbst der Blockwart der Nation hatte Kürzungen für sein Innenministerium geschluckt. Doch davon zeigte sich die Viererbande unbeeindruckt.

Doch das Unheil ist noch nicht zu Ende. Die Bänker versuchen uns grade zu erklären, die Subprime Krise sei überstanden, da erklärt Herr Soros, das dicke Ende stehe noch aus. Und der muß es wissen, hat er doch mit Spekulationen mal auf die Schnelle eine Milliarde USD erzockt. Selbst der IWF redet von 1 Billion USD an Verlusten, die aus der Krise resultieren. Das ist eine 1 mit 12 Nullen, also:

1.000.000.000.000 USD.

Dafür könnte man schon mal gut essen gehen.

Nun ja, wird man sich sagen, was kümmern uns die Amis. Das Problem an der Sache ist, daß viele Währungen dieser Welt zumindest teilweise mit USD abgesichert sind. Das Gold, mit dem man früher seine Währung absicherte, ist nach und nach zur Fed gewandert (auch das der Bundesbank). Wenn nun der Dollar zusammenbricht, hat sich die Fed günstigst entschuldet und kauft den Rest der Welt mit ihren Goldreserven auf.

Das interessante an der Sache ist; das die Fed eine Privatbank ist, die Geldscheine drucken darf. Ihre Beziehung zur Regierung definieren sie auf ihrer eigenen Webseite wie folgt:

"Contacts within Government

As they carry out their duties, members of the Board routinely confer with officials of other government agencies, representatives of banking industry groups, officials of the central banks of other countries, members of Congress and academicians. For example, they meet frequently with Treasury officials and the Council of Economic Advisers to help evaluate the economic climate and to discuss objectives for the nation's economy. Governors also discuss the international monetary system with central bankers of other countries and are in close contact with the heads of the U.S. agencies that make foreign loans and conduct foreign financial transactions."

Zwei Klicks weiter lese ich dann die Rede von Otto Wels vor dem Reichstag: "Noch niemals, seit es einen Deutschen Reichstag gibt, ist die Kontrolle der öffentlichen Angelegenheiten durch die gewählten Vertreter des Volkes in solchem Maße ausgeschaltet worden, wie es jetzt geschieht und wie es durch das neue Ermächtigungsgesetz noch mehr geschehen soll."

Heute, so glaubt man, ist man gegen so etwas gefeit. Die FAZ schreibt: "Die Konstruktionsfehler im demokratischen System der Weimarer Republik wurden in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland berücksichtigt. Mit der Einführung einer Fünf-Prozent-Klausel wurde eine neuerliche Zersplitterung der Parteienlandschaft mit der Folge unklarer Machtverhältnisse und häufiger Neuwahlen verhindert. Außerdem beinhaltet die Verfassung unveräußerliche Grundrechte sowie die Gewaltenteilung, um ein fatales Ermächtigungsgesetz wie das vor 75 Jahren zu verhindern." vergißt dabei aber, daß die Globalisierung der Welt, auch bedeutet, daß jeder, wenn er nur genug Geld zur Verfügung hat, einen Staat aufs Kreuz werfen kann - und darf!

Selbst bei der Welt breitet sich der Fatalismus aus. Auf die Frage nach Rettungsmöglichkeiten für die Banken, gibt sie Antwortmöglichkeiten, die in ihrem Spott, den Ernst der Lage klar herausheben. 

Einzig der Protest gegen die Weltmacht China zum Wohle Tibets erscheint da noch sinnvoll. Da kann man doch wirklich was bewegen. Doch halt, das werden vermutlich die neuen Chefs der Welt. Die Amis pleite, die Russen haben genug eigene Probleme und die Chinesen sind eh in der Überzahl. Na ja, wenigstens genug Spenderorgange gibts dann.

Erstellt von: Mathias Braun am 10.4.2008 19:13

Ja tatsächlich, ich entwickle mich zum Frauenrechtler. Die gute alte Frau Schwarzer wird auf meine alten Tage noch zu meinem Idol. "Frauenhass ist die Mutter allen Hasses", wie Frau Schwarzer meint, ist zwar vielleicht ein wenig übertrieben, aber bitte, schließlich leben wir ja in einem pluralistischen Staat. Und den gilt es zu verteidigen, auf die Gefahr hin, dem moslemischen Scheiterhaufen überantwortet zu werden und die deutsche van Gogh zu werden.

Tatsächlich haben Moslems sie als Gefahr erkannt und auch die Diffamierungskampagnen gegen Frau Schwarzer laufen schon eine Weile. Aber ich befürchte, das einzig die Frauen noch artikulieren dürfen, was allen anderen als rassistsich angelastet wird. Schreibt doch schon 2002 eine sich wissenschaftlich gebende Publikation: "Der andere Vorwurf bezog und bezieht sich auf die rassistischen Vorurteile, die Emma mit ihrer Islamismus-Debatte reproduziert. Dabei greifen die Autorinnen des Dossiers auf ein inzwischen in der rechtsradikalen Szene gängiges Rassismuskonzept zurück." Ach was wären wir doch ohne unsere moralische Keule?

Es ist tragisch, das mir dieses Thema so lange durch die Lappen ging. Aber zur Ehrenrettung der Männer will ich noch den Link auf den Film Fitna von Geert Wilders setzen, der das Thema Islam zugebenermapen etwas einseitig angeht. "Quälende Collage des Hasses im Internet" nennt die FAZ den Film nicht ganz unzutreffend.

 

Doch noch einmal zurück zu den Frauen. Ich beobachte derzeit mit größtem Interesse die Tätigkeit der Moslem-"Huren"* Gülcan Karahancı verh. Kamps und Lady Bitch Ray. Diese sind Ikonen der westlichen Kultur mit moslemischen Wurzeln. Das kann spannend werden.

 

* Um es klar zu sagen, das ist nicht meine Meinung, ich befürchte aber, das strenggläubige Moslems diese Frauen so sehen. Und Lady Bitch Ray spielt ja auch gerade mit diesem Image.

Erstellt von: Mathias Braun am 28.3.2008 15:29

Nachtrag

Grade komme ich von einem Vortrag nach Hause und sehe eine Message meiner Freundin Elke, der mich darauf hinweist, das der Film vom Netz genommen wurde und nur noch hier zu sehen ist. Goebbels Mannen waren nicht effektiver.

Erstellt von: Mathias Braun am 29.3.2008 00:45

Super! Die FDP stellt eine Anfrage im Bundestag und - Surprise Surprise - die Antwort des Ministerums ist, das die Leute immer weniger Geld in der Tasche haben. Derweil lässt sich Umweltminister Gabriel per Flugzeug mal eben alleine von und nach Mallorca fliegen, vermutlich um auf einer Kabinettssitzung die Erhöhung der Umweltabgaben zu beschließen. Das ist ähnlich bizarr wie die KZ Kapelle in Dachau. Wir lassen uns ausplündern und die Kapos feiern.

Aber halt, da lese ich doch in der FTD, daß ein Richter der Justizministerin Haft androht, wenn diese weiterhin Daten erfasst und auch die Erfassung von Kennzeichen unschuldiger Autofahrer bleibt verboten. Eine Justizministerin der eine Haftstrafe angedroht wird. Wahnsinn!

Vermutlich ist der nächste Punkt den es für die Regierung abzuarbeiten gilt, die Verfreisslerung der Gerichtsbarkeit. Schließlich kann es ja nicht angehen, daß die Richter unabhängig entscheiden. Ich für meinen Teil denke ernsthaft darüber nach, einen Antrag auf Beatifizierung der deutschen Verfassungsrichterschaft zu stellen. Sie gehören scheinbar zu der Minderheit derer, die verstanden haben, daß ein faschistoider Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Anfang der Welle ist. Aber wie sing schon Juli:

Das ist die perfekte Welle,
das ist der perfekte Tag,
laß dich einfach von ihr tragen,
denk am besten gar nicht nach.

Das ist die perfekte Welle,
das ist der perfekte Tag,
es gibt mehr als du weißt,
es gibt mehr als du sagst.

Also einfach Maul halten.

Erstellt von: Mathias Braun am 14.3.2008 11:40

Heute schickt mir ein Freund einen Link auf die Seite von kath.net in der es um die - sagen wir mal - Obama´sche Bibelauslegung geht. Er rechtfertigt die Homp-Ehe mit der Bergpredigt und auch seine Haltung zur Abtreibung sieht er durchaus als christlich.

Ich nehm also den Link und schick ihn an Elke weiter die mich sofort mit weiteren Links versorgt. Oprah Winfrey, die gute Tante im Hintergrund von Obama sponsert obskure Kurse und ein anderer Artikel sagt folgendes:

"The UCC was formed in 1957 by a merger of churches from Congregational, Christian, Evangelical and Reformed traditions. The denomination traces its roots to Christians who ordained the first African-American minister (1785) and the first woman minister (1853).

It's also home to the Cathedral of Hope in Dallas, the world's largest gay and lesbian church."

Ja isses denn wahr? Der eine Präsident bekommt seine Einmarschbefehle direkt von Gott und der vielleicht nächste Präsident vergewaltigt Gott für seine, natürlich könträren Zwecke. Ist denn in diesem Land noch nicht Einer auf die Idee gekommen, die Kandidaten einer psychologischen Untersuchung zuzuführen?

Erstellt von: Mathias Braun am 4.3.2008 20:30

Endemol hats mal wieder geschafft mit einer Showidee in die Medien zu kommen. "Baby te hoor" heißt die neue Show in den Niederlanden und dort wird ein Kleinkind an junge Paare verliehen, die sich ein Kind wünschen. Die Idee ist ganz klar von mir geklaut. Ok, ich wollte pubertierende Kinder verleihen und nannte das "Rent a child".

Doch mal im Ernst. Inzwischen braucht man selbst für eine Kettensäge eine Prüfung und von wievielen Kettensägemassakern haben wir schon gehört? Aber von marodierenden Jugendlichen liest man immer wieder. Schon Aristoteles wußte, das die Jugend nichts mehr taugt.

Wie auch immer, Ostfrauen sehen Kindstötung als Mittel der Familienplanung, in Jersey werden grade Massengräber toter Kinder ausgehoben und so weiter und so weiter. Da ist es doch nicht mehr als richtig, die möglichen Eltern mal zu testen um Kinder zu verhindern die dann keiner mehr haben will und die entsorgt werden. (Im übrigen ist Jersey ein Steuerparadies, kein Wunder also, daß die da so verkommen sind und auch in der DDR gabs die von Charlie Marx erfundene Mehrwertsteuer nicht, also ist auch hier alles geklärt.)

Warten wir also ab, was Übermutter von der Leyen sich wieder einfallen läßt. Dann wird vermutlich ein gendergerecht eingestelltes Ehepaar ein Kind ganz im Sinne der gewünschten Geschlechtsumwandlung erziehen lassen und spätestens dann ist die Brot-und-Spiele Umererziehungsmaschine Fernsehen wieder recht um uns das als Errungenschaft zu verkaufen. Heil(e) neue Welt.

Erstellt von: Mathias Braun am 1.3.2008 18:20

NEIN - nicht der x-te Eisbär mit dem unheimlich kreativen Namen "Wilbär" hat mich zu der Überschrift verleitet sondern Ernst Thälman die alte Socke. ("Rote Socke" zu sagen, ist nicht mehr politisch korrekt). Teddy war sein Kosename. Wie? Sie wissen das nicht?

Erkennen Sie nicht die Zeichen der Zeit?

Hesssen ist regierungsunfähig durch die SED Nachfolgepartei und auch in Hamburg ist die Neu-SED in der Bürgerschaft vertreten. Christel Wegner, die auf der Liste der Linken in den niedersächsischen Landtag eingezogen ist, will die Stasi wieder und die Mauer soll auch wieder kommen. Das letzte liegt durchaus im Trend. Jeder fünfte will laut einer Umfrage die Mauer wieder.

Und der Problembeck - der von den NochnichtganzlinkenLinken - macht blau, während die Alt-Ost-Nazi-Nachfolger durch die Talkshows ziehen um zu verkünden, daß sie viel besser seien als die CDU und die FDP, die die Blockparteien einfach geschluckt haben. Dabei vergessen sie aber, daß viele Menschen in eine Blockpartei gingen, eben um der SED zu entrinnen.

Allerdings ist das eine Argumentation der sich auch die "National-Zeitung" bedient, die nun aber eher rechts-sozialistisch eingestellt ist. Interessanterweise findet sich der gleiche Artikel auf der Seite der Linken. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Nun könnte man das ja locker sehen, aber ich hab da ein wenig Probleme, denn ich habe letzte Woche eine Kopie meiner Kerblochkarte bekommen.

Meine Kerblochkarte

Im dazugehörigen Brief der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wird mir bescheinigt, das die Hauptabteilung XXII eine Akte über mich führte. Diese war zuständig für die "Kontrolle und Bekämpfung von Extremismus und Gewaltakten des internationalen Terrorismus, die gegen die DDR gerichtet waren".

Eine Art Carlos quasi. Und als solcher käme ich dann sicher in den Knast. 

Klicken Sie auf das Bild um die ganze Fotostrecke zu sehen.

Dort kann ich dann eine Zelle mit den den politischen Gefangenen Zumwinkel & Co. teilen. Politischer Gefangener ist ein wenig weit her geholt, meinen Sie? Aber wenn man sich überlegt, was wir in letzter Zeit so serviert bekommen ...

  • Die private Krankenversicherung soll sterben
  • Große Autos werden kalt aus dem Verkehr gezogen
  • Steuersünder werden an den Pranger gestellt - mehr als jeder Kinderschänder. Deren Namen werden immer abgekürzt und die Bilder gepixelt, während bei Zumwinkel die Kameras vor der Polizei da waren.

dann deutet das für mich auf eine sozialistische Sozialisierungskampagne hin. Da hatte der alte Saarländer wohl doch Recht:

Den Sozialismus in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf!

(Nein, nicht der Oskar, sondern der gute Onkel Erich sagte das.)

Allerdings kann ich dann wenigstens die Überlegenheit des Systems dokumentieren, welches locker die Amerikaner übertrumpfen kann. Insofern verbleibe ich mit erhobener Faust und einem "Allzeit bereit" auf den Lippen...

Erstellt von: Mathias Braun am 29.2.2008 20:16

 „Gerade Angehörige der gesellschaftlichen Eliten müssen sich für dieses Land und seine Menschen engagieren, wenn ihnen am eigenen Erfolg, am Erfolg dieses Landes und an der Funktionsfähigkeit der sozialen Marktwirtschaft gelegen ist.

Wir betreiben keine Kollektivschelte. Aber: Wer Deutschland seinen Erfolg und damit auch sein Geld zu verdanken hat, der muss auch hier seine Steuern zahlen. Er muss dem Land etwas zurückgeben: für Straßen, für Schulen, für ein intaktes Gemeinwesen.

Wirtschaftsvertreter sind Vorbilder – im Guten wie im Schlechten. Der moralische Schaden, der durch die aktuellen Fälle entstanden ist, ist erheblich.

Die Exzesse einiger Vertreter der Wirtschaftselite gefährden unsere soziale Marktwirtschaft. Das können wir uns nicht leisten. Steuerhinterziehung ist Kriminalität. Steuerhinterzieher sind Kriminelle."

So schreibt Bundeshehler Steinbrück auf der Webseite des Finanzministeriums. Was er nicht schreibt, ist, daß er und seine Politikerkollegen sich selbst auch Gesetze halten sollten.

Das deutsche Grundrechte dehnbar sind, wissen wir spätestens seit der Amokläufer aus dem Breisgau Bundesinnenminister wurde. Doch dieses mal hat Minister Steinbrück seinen Kollegen übertrumpft. Er hat der Bundesrepublik eine Schweinebucht beschert indem er einen Dieb bezahlen lies, der auf dem Staatsgebiet eines souveränen Staats eine Straftat beging und von diesem rechtskräftig verurteilt wurde. Fehlt nur noch, daß er diesen Dieb um Hilfe rufen lässt und deutsche Truppen zur Sicherstellung der Ordnung entsendet.

Erbprinz Alois von Liechtenstein ist zu recht sauer und und zitiert  Studien, wonach das deutsche Steuersystem als das schlechteste weltweit eingestuft werde - noch nach Haiti. „Deutschland", so der Prinz, "sollte seine Steuergelder besser dafür einsetzen, sein Steuersystem in den Griff zu bekommen als Millionenbeträge für Daten auszugeben, deren rechtliche Verwertbarkeit zweifelhaft ist“. Oh, wie recht er hat. Der stellvertretende liechtensteinische Regierungschef setzt noch eins drauf indem er sagt: „Bei uns können fiskalische Interessen nicht über rechtsstaatliche Prinzipien gestellt werden“ Bravo!

Doch Steinbrück ficht dies nicht an. Denn in unserem Land ist ja inzwischen alles möglich. Irgendwann wird die Polizei Beweise kaufen, die von Einbrechern erbeutet wurden, nur um jemand zu überführen, der eine Plastikflasche in den Glassack geworfen hat. Da kann man fast Sehnsucht nach Haiti bekommen. Es ist zwar auch eine Bananenrepublik wie die deutsche, aber wenigstens ist das Wetter besser - obwohl ... Kuba wäre noch besser, die Zigarren sind billiger. Viva Fidel!

Erstellt von: Mathias Braun am 19.2.2008 22:44

Ja, es gibt sie noch, die Aufrechten. Ein seltenes Exemplar dieser Rasse hat sich heute wieder geoutet. CSU-Chef Erwin Huber!

Nach den ungeheuerlichen Aussagen des türkischen Staatpräsidenten Erdogan, der in der Köln Arena folgendes zum besten gab: "Ich sage noch einmal: Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" regte sich nur verhaltene Kritik in der deutschen Politik.

Dabei ist dies in die Oberklasse nationalsozialistischer Kampfpropaganda einzustufen. Ebenso wie der türkische Führer war auch der deutsche nicht an einer Durchrassung interessiert. Wohin das geführt hat, wissen wir alle.

Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) sagte: "... Man sollte nicht versuchen, als türkische Regierung Innenpolitik in Deutschland zu betreiben". Was ist denn das für eine Aussage? Warum der Konjunktiv? Einzig Huber zieht die richtigen Konsequenzen und stellt die Sinnhaftigkeit des türkischen EU-Beitritts in Frage. Doch über Bosbach weiß der Focus weiter zu berichten: "Den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland bewertete Bosbach dennoch als „eher positiv“."

Nun fordert der Führer der Türkei auch noch Sonderrechte, ähnlich denen der dänischen Minderheit, vergißt dabei aber, daß diese alle deutsche Staatsbürger sind. Im Übrigen ist ein Blick auf die Mitgliederzahlen des SSF sehr interessant. Wollten wir alle unsere Ursprungsidentität wahren wollen, müssten wir vermutlich feststellen, das wir alle aus dem Neandertal kommen, dann ein wenig hin und her gezogen sind um uns dann irgendwo, wo grade kein Durchgeknallter Heerführer einen Krieg anzettelte, niederzulassen. Schade nur, das manch einer im Neandertal hängen blieb.

Doch auch andere Stimmen finden sich im Internet. Die Seite Kurdmania.com hat ein Forum, in welchem die Ereignisse unter einem etwas anderen Licht beleuchtet werden. Sehr lesenswert und im Übrigen auf Deutsch.

Erstellt von: Mathias Braun am 12.2.2008 12:18

Lange hab ich mich nicht mehr so viel Blödsinn in der Presse gelesen, wie dieser Tage. Da brennt ein Haus in meiner Heimatstadt und 9 Menschen kommen ums Leben. Die türkische Presse in Deutschland hat nichts besseres zu tun, als in bester Stürmer-Manier den türkischen Pöbel aufzuhetzen. Die Folge - ein Feuerwehrmann wird krankenhausreif geschlagen, andere bespuckt.

Der türkische Staatschef Erdogan, auf dem Weg nach München, hält mal nebenbei eine Wahlkampfveranstaltung auf deutschem Boden. Was lobe ich mir da die Schweiz, die Ausländern noch nicht einmal gestattet, auf ihrem Boden an einer Briefwahl ihres Heimatlandes teilzunehmen. Doch damit nicht genug. Herr Erdogan fordert im Ernst türkische Schulen und Universitäten in Deutschland mit der Begründung: "Um Deutsch sprechen zu können, müssten Migranten zuerst ihre eigene Sprache beherrschen."

Nun stelle ich mir ernsthaft die Frage, was Türken in solchen Einrichtungen lernen sollen? Sind die Türken minderbegabt, daß sie eine eigene Förderung brauchen? Oder sind das gar alle Ausländer? Dann sollte man aber auch eigene Schulen für Italiener und Holländer schaffen? Oder sind sie gar alle hochbegabt? Dann sollte doch Deutsch zu lernen nicht das Problem sein.

Irgendwie bleibt mir der Sinn verborgen. Oder will man ihnen vielleicht den Bayt al-ridwan Schwur beibringen? Vielleicht will er gar eine konfessionsgetrennte türkisch-islamische Schullandschaft. (Was wohl Attatürk dazu sagen würde?) damit er diese bei der Machtergreifung ... aber da geht mir wohl die Fantasie durch. Sicherlich ist es nur ein Mißverständnis der antimuslimischen Kampfpresse, das die Aleviten, die ausnahmslosen Opfer der Tragödie von Ludwigshafen in der Türkei diskriminiert werden.

Der Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak sagt dazu übrigens folgendes: "Die türkischen Ermittler und Staatsminister sind gut beraten, ihre Hausaufgaben zunächst in der Türkei zu machen. Die Brandanschläge auf Aleviten in der türkischen Stadt Sivas im Jahre 1993, bei der 37 Menschen ums leben kamen, warten bis heute noch auf Aufklärung."

Doch vielleicht soll daß das Curriculum der neuen Schulen füllen. Waren die türkischen Feuerwehrleute doch viel effektiver. Erst nach Stunden nahmen sie ihre Arbeit bei dem Brand in Sivas auf.

Beschämend auch mal wieder unsere Frau Kanzlerin. Dies wäre eine gute Gelegenheit gewesen, den Bau von Kirchen in der Türkei zu fordern und die staatliche Anerkennung des Patriarchats sowie die Wiedereröffnung des dortigen Priesterseminars. Bei Putin hatte sie doch auch ne große Klappe. Aber ich hatte nichts Anderes erwartet. 

Erstellt von: Mathias Braun am 9.2.2008 19:23

Das ging dann doch schneller als ich dachte. "Schweiz reizt Deutschland mit Atomplan" steht heute in der FTD. Nach Polen, der Tschechei, der Ukraine, Finnland und Frankreich sowieso nun auch die Schweiz.

Frau Merkel hatte ja auf dem Weltklimagipfel schon mal vorsichtig einen Testballon steigen lassen. Endlich - wenn auch vor allem unter dem Druck der Energiepreise - wird wieder eine sachliche Bewertung der Politiker angestossen. Sicherlich mit der Überlegung. für welche Schandtat sie sich nun steinigen lassen. Für die hohen Energiepreise oder für neue Kernkraftwerke. Vielleicht schaffen wir es dann auch wieder, verlorengegangenen Industrien, wie bspw. die Aluminiumindustrie zurückzuholen. Bisher pflegte man ja eher die energiekolonialistische Variante und schob energie- und umwelt-un-freundliche Industrien ins benachbarte Ausland oder den Ostblock und Asien, um die Waren dann sauber zu kaufen. Bhopal ist weit weg.

Mal schauen, welche Haken die Politik in Deutschland noch schlägt bis sie sich offen zur Atomkraft bekennt.

Ich werd auf jeden Fall mal wieder nach meinem "ATOMKRAFT - Ja Bitte!" Aufkleber suchen.

Erstellt von: Mathias Braun am 14.12.2007 12:16

Managergehälter! Zu hoch, sozial unvertretbar, moralisch bedenklich und die Abfindungen erst recht. So tönt es aus allen Gazetten.

Doch schauen wir uns einmal die an, die die Klappe aufreißen. Da macht bspw. der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber einen konkreten Vorschlag,zur gesetzlichen Begrenzung von Managergehältern. Er hält Managergehälter, die das 100fache eines Arbeiterlohnes überschreiten und unter deren Managementführung auch noch Arbeitsplätze abgebaut werden, für moralisch unzulässig. Irgendwie klingt mir noch eine Geschichte im Ohr, wo man einem Pfarrerehepaar eine Stelle mit einem Gehalt anbot, aber davon ausging, daß beide mitarbeiten.

Die SPD setzt gar eine Arbeitsgruppe ein, getreu nach dem Motto: "Und wenn ich nicht mehr weiter weis, dann gründ ich einen Arbeitskreis". So läßt sich das Thema mit Verkündung von Zwischenberichten auch problemlos durch den Wahlkampf warmhalten. Der Arbeitskreis soll überprüfen ob Abfindungen auch bezahlt werden müssen, wenn die Belegschaft die Last dafür trägt.

Nun, da fällt mir eine Geschichte von Rothschild ein. Der wurde wegen seines Reichtums angepöbelt. Das Geld solle unter den Armen verteilt werden. Rothschild zog einen Centimes aus der Tasche und gab diesen dem Pöbelnden mit den Worten: "Hier wäre schon mal ihr Anteil an meinem Vermögen". Doch soviel käme bei uns gar nicht an. Das was an Managergehältern gespart würde, würde sich der Fiskus einverleiben um uns besser überwachen zu können.

Interessanterweise ist in dieser Diskussion aber nicht die Rede davon, erfolglose Politiker von der staatlichen Versorgung abzunabeln. Schließlich ist doch auch ein nicht mehr gewählter Politiker einem erfolglosen Manager gleichzusetzen. Selbst Politker, die offensichtliche Fehlentscheidungen getroffen haben, werden im Amt gehalten oder mindestens mit netten EU Pöstchen versorgt.

Da widerum fällt mir Matthäus 7,3-5 ein. Aber das kann ja heute keiner mehr wissen. Noch nicht einmal die FTD nimmt die Kirche wahr. Alle möglichen Leute werden da in der Liste "Who´s who" aufgeführt, aber weder Bischof Lehmann noch Papst Benedikt XVI erscheinen da. Gut, könnte man meinen, schließlich ist das ja kein Reli-Ranking, aber Frau Knobloch erscheint in der Liste. Ist da gar Antisemitismus im Spiel? Frau Knobloch durch diese Auswahl zu profanisieren ist schon perfide.

Erstellt von: Mathias Braun am 10.12.2007 17:23

Da lese ich heute einen Artikel über vertauschte Kinder im Saarland. Schlimme Sache das. Das wirklich interessante aber waren zwei kurze Sätze in dem Artikel: "Den Neugeborenen seien im Zuge des sogenannten Screening-Verfahrens aber auch Blutproben entnommen worden. Nunmehr sei gerichtlich angeordnet worden, diese zu öffnen. Ein Abgleich werde allerdings einige Wochen dauern."

"Screening Verfahren", das hätte vermutlich Emanuel Goldstein nicht schlimmer vorhersagen können. Schnell mal "Neugeborene" und "Screening" gegoogelt und ich muß erfahren, daß allein von Januar 1999 bis Dezember 2006 und nur  in Bayern 899.576 Neugeborene untersucht wurden. Hochgerechnet auf die BRD sind das ein paar Millionen genetische Datensätze, die der Reichsinnenminister jetzt bereits im Zugriff hat.

Nett eingekleidet in ein Neusprech Wort, nennt sich diese Katalogisierung der Bundebürger "Screening". Als nächstes wird dann wohl das Bundesministerium des Innern in Ministerium für Liebe umgenannt.

Erstellt von: Mathias Braun am 07.12.2007 10:00

Keine Sorge, ich will nicht darüber jammern, daß ich die 14 Millionen im Lotto wieder nicht gewinnen werde - obwohl ... na ja. Nein! Zwei Meldungen über Geld liefen die letzte Woche über den Ticker, die eine gruselig und die andere überraschend.

Die gruselige war die, daß amerikanische Finanzdienstleister einen Fond grüden wollen, der "marode Finanzinstrumente von strukturierten Investmentvehikeln aufkaufen" soll. Hm, was soll das heißen? Lesen wir also weiter: "Das sind Unternehmen, die Banken ausgegliedert haben, um bestimmte Geschäfte außerhalb der eigenen Bilanz durchführen zu können. Die beteiligten Geldinstitute wollen verhindern, dass die Preise riskanter Anlagen weiter verfallen, weil in Schieflage geratene Vehikel gezwungen sind, ihre Investments auf den Markt zu werfen. Für die Banken wäre ein Preisverfall unter anderem deshalb gefährlich, weil dann auch jene Papiere weniger wert wären, die sie selbst in den Büchern halten."

Bilanzmanipulation wäre der Begriff, der dem Laien einfallen würde, doch der BWLer weiß das nett zu umschreiben. Der Clou an der Sache ist, daß man den ausgelagerten Schrott dann irgendwann noch mit dem Slogan: "So schlecht waren die Investments gar nicht, eigentlich sogar gut, wir wollen alle am Erfolg teilhaben lassen" Irgendwie erinnert mich das fatal an das Buch "Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowds" nur das jetzt statt Tulpen die Immobilien nichts mehr wert sind. Zgelassen wurde das alles von der "Federal Reserve", der einzigen Notenbank in Privatbesitz. Als nächstes wird dann wohl der Dollar vom €uro als Weltwährung abgelöst - was wiederum die Fed dazu bewegen wird, Einfluß auf den €uro nehmen zu wollen. Wie gesagt ... the Madness orf Crowds.

Ein anderes Geld-Thema war die Erhöhung der Wiedergutmachungsforderung für die Holocaustopfer. Dazu schickte mir meine Freundin Elke einen Link von ynetnews.com mit dem Titel: "Germans don’t owe us a dime" von Yoram Kaniuk. Insbesondere die Antworten waren für mich interessant, zeigen Sie doch, daß die ewigen beiderseitigen Beschuldigungen bald biologisch gelöst werden können und Deutsche und Israelis bald wie Deutsche und Franzosen werden miteinander umgehen können.

Ach ja, da fällt mir noch das Nazometer ein. Danke Herr Schmidt. Allerdings sollten Sie vor der Sendung noch eine Gebrauchsanleitung für Satire einblenden, so im Sinne "Zu Risiken und Nebenwirkungen ...". SWR Intendant Boudgoust hatte die Spitze auch nach 2 Wochen noch nicht verstanden. Lassen Sie den Nazometer drin - alleine um nicht den Anschein zu erwecken, eingeknickt zu sein.

Erstellt von: Mathias Braun am 13.11.2007 22:34

"Baldauf veretzt die Bechhofer CDU", so überschreibt die "Rheinpfalz" einen Artikel um dann von folgendem Ereignis zu berichten.

Die Bechhofer CDU wollte ihr 50-jähriges Bestehen feiern und in der Festschrift erschien auf der letzten Innenseite ein Faksimilieabdruck des Lieds der Deutschen von Hoffmann von Fallersleben. Nachdem dort weder eine Quellenangabe noch ein erläuternder Kommentar abgedruckt war, "habe der Ortsverband entschieden, die Seite zuzukleben" und weiter "In einem Brief, den der Kreisvorsitzende Peter Dincher bei der Feier vorlas, schrieb Baldauf, es sei ein Fehler gewesen, den Text, der in den ersten beiden Strophen großdeutsches Gedankengut zu Ausdruck bringe, in der Festschrift zu veröffentlichen:´Ich distanziere mich auch durch mein Fernbleiben davon´"

Einen solchen Schwachsinn hätte man vielleicht von Erich Honnecker erwartet, aber vom  CDU-Landesvorsitzenden in Rheinland-Pfalz Christian Baldauf hätte man doch eher etwas anderes erwartet.

Auf seiner Webseite setzt er sich für "eine bessere Bildung" ein - wohl weil er sie selbst nicht genossen hat. Hätte er den Geschichtsunterricht nicht geschwänzt, wüßte er, daß sein Parteigenosse Adenauer folgende Zeilen schrieb: "Es ist wesentlich der außenpolitische Realismus, der uns, Ihnen wie mir, nahe legen muss, die Entscheidung nicht weiter hinauszuzögern; ich möchte auch hoffen dürfen und glaube, dazu Grund zu haben, daß die innenpolitischen Vorbehalte, die sich auf den Missbrauch des "Deutschland-Liedes" durch die Vernichter des alten Deutschland beziehen, an Schärfe verloren haben - war es doch der Reichspräsident Friedrich Ebert, der das "Deutschland-Lied" durch eine staatsmännische Entscheidung zur Nationalhymne erklärte.

Daher die erneute Bitte der Bundesregierung, das Hoffmann-Haydn'sche Lied als Nationalhymne anzuerkennen. Bei staatlichen Veranstaltungen soll die dritte Strophe gesungen werden." (Quelle: Bundesministerium des Inneren)

Oh je, das gesamte "großdeutsche Liedgut" als Nationalhymne - von Adenauer gefordert. Das war schon mal eine sechs minus, Herr Baldauf. Doch vielleicht retten ihn ja die ersten beiden Strophen. "Großdeutsches Gedankengut" will er da erkannt haben.

"Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren alten schönen Klang,
uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang."

So lautet die zweite Strophe. Ich bin mit nicht ganz sicher, aber mit Großdeutsch hat das wenig zu tun. Und auch die erste Strophe kann man nur ohne Geschichtswissen als Großdeutsch klittern. Hoffmann von Fallersleben ging es um ein einiges Reich und daran kann ich beim besten Willen auch heute noch nichts Schlechtes erkennen. Aber wie sagten schon die Jesuiten immer: "Dem Reinen ist alles rein"

Und Herr Baldauf outet sich da selbst. Die so beschworene Gerechtigkeit auf seiner Webseite, die er mit folgenden Worten untermalt: "Für mich ist das oberste Ziel, dass jedem Menschen Gerechtigkeit zuteil wird. Wenn man sich die heutige Gesetzesflut anschaut, merkt man aber leider sehr schnell, dass nach wie vor Menschen nicht gerecht behandelt werden. Hier müssen zukünftig Gesetze auf ihre Folgen überprüft werden, bevor sie in Kraft treten" zählt wohl nicht für seine Parteigenossen. Vorverurteilung beschreibt das Ganze wohl besser.

Weiter unten fordert er dann Teamgeist: "Nur gemeinsam ist man erfolgreich. Deshalb soll Teamgeist immer im Vordergrund stehen. Ich bin seit meiner Jugend durch das Vereinsleben geprägt und halte deshalb gerade auch das Vereinsleben für ein ganz entscheidendes Element in unserer Gesellschaft für ein gutes Miteinander". Was für eine inhaltleere Floskel.

Politiker unbelastet von Fachwissen - Die Plage unserer Zeit. Da wünscht man sich doch fast die Frösche und die Heuschrecken zurück.

Erstellt von: Mathias Braun am 29.10.2007 22:34

Mal wieder wird Bischof Mixa bzw. sein Presseprecher angegriffen. Da regt sich der Grüne Beck über den Kardinal auf, weil dieser biblische Wahrheiten verkündet und nennt ihn einen Hassprediger. Dabei ist doch Grün die Farbe des Islam.

Nun ja, Bischof Mixa und vor allem sein Sprecher sollten lernen, daß es nichts nutzt, dem Übel nachzugeben. Die Entschuldigung seines Sprechers gegenüber Frau Roth´s faschistoiden Äußerungen und auch sein Rückzieher für die Babycaust Äußerung brachten gar nichts.

Dabei waren die Äußerungen seines Pressesprechers so verkehrt nicht. Dieser sagte folgendes:"Die Wortwahl von Frau Roth gegenüber Bischof Dr. Walter Mixa erinnert in erschreckender Weise an die Propaganda-Hetze der National-Sozialisten [!] gegen die Katholische Kirche und ihre Repräsentanten. Die verbalen persönlichen Attacken von Frau Roth gegen Vertreter der Kirche und ihr permanenter Versuch, sich selbst zur Zensurbehörde der gesellschaftspolitischen Diskussion in Deutschland zu machen, trägt [!] seit langem schon beunruhigende faschistoide Züge. Die Ausdrucksweise ist einer demokratischen Politikerin ganz und gar unwürdig und Frau Roth hat damit mehr als deutlich gemacht, dass sie und ihre Partei auf allen Ebenen für Christen nicht wählbar sind."

Das konnte natürlich die oberste Zensurbeamtin, Frau Knobloch gab mal wieder ihren Senf dazu um klar zu machen, wer die oberste moralische Instanz in diesem Land ist.

Ich frage mich, wann die Katholische Kirche lernt, durchgängig zu ihren Prinzipien zu stehen genau wie die Leute, die für Ihren Katholischen Glauben ihr Leben im KZ gelassen haben. Und Frau Knobloch sollte lernen, daß nicht nur Juden, sondern auch Christen, Zeugen Jehovas und viele andere ihr Leben in den KZs lassen mußten.

Erstellt von: Mathias Braun am 27.10.2007 13:22

Es ist unfassbar. Der Finalist des Wettbewerbs „Deutschland sucht den Superblockwart“ sperrt sich gegen die eigene Überprüfung. Die anwaltliche Schweigepflicht hindere ihn daran, sagt Schily. Ja Klasse, jeder soll seinen Computer durchsuchen lassen und Wendehals Schily will Sonderrechte.

Er hat klar aus der Vergangenheit gelernt. „Wollt ihr die totale Datenüberwachung?" scheint er zu fragen um es leise mit dem Zusatz: "Außer für mich" zu ergänzen.

Meine Antwort ist klar - und sie korelliert nicht mit der, des Sportpalastpublikums.

Erstellt von: Mathias Braun am 25.10.2007 11:09

Zufällig lese ich einen Artikel in der Netzzeitung über den Freispruch Andrej Holms. Bisher war mir die Sache nicht bekannt, also recherchiere ich ein wenig und finde in einem Wikipedia Artikel über die militante gruppe einen Satz, der mich ein wenig stutzig macht.

Folgendes ist dort zu lesen: „Dem ebenfalls beschuldigten aber nicht festgenommenen Politologen Matthias B. wird attestiert, er verfüge über „die intellektuellen und sachlichen Voraussetzungen, die für das Verfassen der vergleichsweise anspruchsvollen Texte der militanten Gruppe erforderlich sind“, außerdem verfüge er als Wissenschaftler über die Möglichkeit die notwendigen Bibliotheksrecherchen unauffällig durchzuführen.“

Und weiter heißt es: „Beide Wissenschaftler benutzen in ihren Veröffentlichungen die Begriffe „Prekarisierung“ sowie „Gentrifizierung“ die auch in den Bekennerschreiben der „mg“ auftauchen. Nach Angaben der Anwälte wertet die Bundesanwaltschaft diese Tatsachen als Indizien, die für eine Mitgliedschaft in der „mg“ sprechen. Die Bundesanwaltschaft bestreitet jedoch, dass die Beschuldigungen wesentlich auf solchen textlichen Ähnlichkeiten beruhen, ohne jedoch andere Indizien zu nennen.

An anderer Stelle findet sich folgende Information: “Einer der Wissenschaftler; Matthias B., wird beschuldigt, "Wörter und Phrasen", darunter das Wort "Gentrifizierung", verwendet zu haben, die auch die "militante gruppe" benutzt haben soll. Er sei in der Lage, die "anspruchsvollen Texte" der Gruppe zu schreiben, und habe Zugang zur Bibliothek seines Forschungsinstituts“.

Ja Wahnsinn. Ein Wissenschaftler der eine Bibliothek nutzt. Wenn das mal kein Grund für eine Verhaftung ist. Überhaupt, was heißt „unauffällige Bibliotheksrecherche“? Gibt es auch auffällige Recherchen? Werde ich gar überprüft, wenn ich zu lange in der Abteilung mit der Erwachsenenliteratur stehe oder bin ich ein Kinderschänder, weil ich Käpt´n Blaubär ausleihe oder ein Rechts**tremer, weil ich ein Buch über Weltkriegsflugzeuge ausleihe? Oder ein Linker weil ich Charlie Marxens „Kapital“ lese?

Klar, die Quellen sind eher links gefärbt, aber so was passiert ja auch auf der rechten Seite. Hat etwa Bundes-Angie ihre FDJ Zeit zu sehr verinnerlicht und will die Segnungen der DDR über der Bundesrepublik auskippen? Fragen über Fragen.

Erstellt von: Mathias Braun am 25.10.2007 10:27

Also ich hielt Frau Herman bisher immer für, sagen wir mal geschäftstüchtig. Als dann die Nazi-Sache hochkam war klar, daß die Medien auf sie stürzen werden und ich beobachtete das mit etwas Mitleid. Hätte sie doch bloß den Mund gehalten - schließlich hat sie es ja selbst mal gefordert.

So ist das halt mit guten Ratschlägen. Anderen gibt man die gerne, aber selbst dranhalten ist schon schwerer.

Nun ja, gestern war Frau Herman dann bei Kerner und ließ sich von ihm hinrichten. Die Altkommunistin Senta Berger, die ebenfalls gefeuerte Schreinemakers und der Komiker Mario Barth fielen über Frau Herman her. Kerner selbst wollte sie nötigen, die wiederholt aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate zu kommentieren und als sie dies nicht tat setzte er sie vor die Tür. Nachzuschauen auf der Webseite Kerners

Die Affäre ist bereits ins Ausland vorgedrungen und dort werden die Zitate der Hamburger Abendzeitung genutzt. In Variety.com schreibt Erik Kirschbaum: "German pubcaster NDR fired popular talkshow host and veteran news anchor-turned-author Eva Herman on Sunday, days after she praised the Nazis' family values and attitude towards motherhood." Weiter unten schreibt er: "The blonde, blue-eyed Herman ..."

Wieder einmal ist Deutschland also in den Schlagzeilen als ein Staat, der den Nazis huldigt. Und dies deshalb, weil ein öffentlich rechtlicher Sender wie der NDR sich an den Zitaten einer Boulevardzeitung orientiert die mit falschen Zitaten das Thema aufbauschte.

O patria, o mores.

Erstellt von: Mathias Braun am 10.10.2007 20:03

Na gibt´s denn so was? Thomas Gottschalk erzählt in seiner Sendung Wetten daß von den aussterbenden Blondinen und sagt so ganz nebenbei daß dazu auch Eva Herman die aus dem Sender befördert wurde, obwohl doch nicht alles falsch war, was sie sagte.

"Nazi-Gottschalk" würden jetzt wohl die Überschriften der Presse lauten, wenn nicht so prominent wäre - und daß, obwohl er recht hat. Was hat denn Eva Herman gesagt?

"Wir müssen den Familien Entlastung und nicht Belastung zumuten und müssen
auch ‘ne Gerechtigkeit schaffen zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien.
Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder
wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf
folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch
alles das alles, was wir an Werten hatten, es war ‘ne grausame Zeit, das war ein
völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins
Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was
gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das
ist Zusammenhalt – das wurde abgeschafft. Es durfte nichts mehr stehen bleiben…."


Damit nimmt Gottschalk ganz klar Bezug auf ihre Aussage und stellt sich vor sie. Chapeau Cartellbruder Gottschalk. Es erfordert Mut in dieser Zeit, sich für gebrandmarkte - sei es zu Recht oder zu Unrecht - einzusetzen. Das gibt es leider nicht mehr sehr oft.

Ich bin nur gespannt, wie das weitergeht und wie die Presse und das ZDF reagieren. Ich befürchte nur, das wird totgeschwiegen.

Erstellt von: Mathias Braun am 07.10.2007 02:02

Meisner warnt vor "entarteter" Kultur" so titelt der Spiegel und zitiert verschiedene mehr oder weniger bekannte Menschen die sich über Meisners Sprachgebrauch aufregen. Doch schauen wir uns erst einmal an, was er gesagt hat. Der Spiegel zitiert folgenden Satz: "Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet."

Hier kann man, mit antikatholischem Hintergrund natürlich einiges reindeuten. Dies bewies der "Kunstexperte" des Südwestdeutschen Rotfunks in SWR3 als er haßerfüllt davon sprach, daß der Katholischen Kirche die Leute davonlaufen werden und sich damit in lange Liste der glücklosen Prpheten einreihte, die der Katholischen Kirche seit 2000 Jahren den Untergang weissagen. Die rotbefrackten Kardinäle hätten Narrenfreiheit und wären alt und verstockt. Dabei gab er sich noch nicht einmal die Mühe, seinen überschäumenden Hass zu verbergen.

Dies ist auch der Untergrund auf dem die meisten Kommentare zu Meisners Äußerungen fußen. Ganz im Sinne der Fatwen zu den Mohammed-Karikaturen wird hier Meisner zur Persona non grata erklärt.

Der "Kunstexperte" des SWR geht noch weiter. Er redet von den untätigen Katholischen Bischöfen während des dritten Reiches. Dabei scheint er auf dem Stand seines 68er Studiums stehen geblieben zu sein. Inzwischen ist jedem Schüler mit LK Geschichte bekannt, daß die Katholische Kirche sich sehr wohl eingemischt hat und bspw. von Stauffenberg beim Fuldaer Bischof war, bevor er in die Reichskanzlei fuhr, um von ihm das Sakrament der Beichte zu erhalten und mit ihm über erlaubten Tyrannenmord zu sprechen. Ganz nebenbei sind bekennende Katholiken und im speziellen Katholische Pfarrer nach den Juden die größte Gruppe der vergasten KZ-Häftlinge.

Doch gehen wir noch einmal zurück zu dem, was Meisner tatsächlich sagte, denn der Spiegel Artikel "vergißt" natürlich die Sätze vor und nach dem abgedruckten Zitat.

Kardinal Meisner sagte also folgendes: „Vergessen wir nicht, daß es einen unaufgebbaren Zusammenhang zwischen Kultur und Kult gibt. Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet. Sie verliert ihre Mitte.“

Dieser Meinung kann ich durchaus folgen. Auch hat das nichts mit dem Bildersturm der Nazis zu tun. Die Künstler und auch die, die sich als solche fühlen und sich jetzt entbrüsten, werden in diesen Sätzen gar nicht erwähnt und sollten sich nicht zu wichtig nehmen. Auf die Idee, daß die Rede eine Performance für die dysfunktilen Adonairezeptoren der Menschen war, kommen sie aber nicht.

Interessanter ist da der Zusammenhang mit dem von Richter gestalteten Domfenster welches dem Kardinal nicht gefiel. Das hat er auch öffentlich kundgetan. Aber, und das wird eben auch nicht gewürdigt, er hat es zugelassen.

Hier ist er seinen Kritikern weit voraus.

Erstellt von: Anonym am 15.09.2007 17:48

Na prima, endlich kann Herr Schäuble mal wieder die Onlineüberwachung fordern. Der vermeintliche Anschlag auf den Flughafen Frankfurt und die Ramstein Air Base sei ein Hinweis auf die Notwendigkeit der derselben.

Auf die Bemerkung des ZDF Reporters, es sei doch offensichtlich, das die bestehenden Mittel ausgereicht hätten und die Nachfreage ob die Ermittler auch auf Material von anderen Diensten zurückgegriffen haben und ob dieses vielleicht aus Onlinedurchsuchungen stamme, antwortete Herr Schäuble sinngemäß, er wisse nicht, wie die Daten beschafft wurden.

Entweder belügt uns Herr Schäuble wissentlich, oder aber er ist schlecht informiert.

In Frankreich ist man da besser informiert. Frankreich hat seinen Beamten die Nutzung eines Blackberry verboten, weil die Regierung davon ausgeht, daß der amerikanische Geheimdienst mitliest. Aber auch Frankreichs Dienste haben schon Angebotstexte aus Emails deutscher Firmen gestohlen und an deren französische Mitbewerber weitergeleitet.

Wie auch immer, der Innenminister scheint sich ein Beispiel an der CIA zu nehmen und alles outzusourcen, was strafbewehrt ist.

Ein anderer Aspekt den Herr Schäuble leicht übersieht ist der, daß entweder die Virenprogramme so gut sind, daß die Bundestrojaner erkannt werden, oder aber daß die Virenscanner per Gesetz leistungsbeschränkt werden, was wiederum Kriminellen Tür und Tor öffnet.

Auch noch so gut geschützte Entwicklungen der Regierung werden früher oder später von Kriminellen für ihre Belange "optimiert".

Erstellt von: Mathias Braun am 06.09.2007 22:14

Wenn das mal kein Treppenwitz ist. Die Regierung die ihren Souverän mit "Bundestrojanern" und verdeckter Computerdurchsuchung in ihren persönlichen Freiheitsrechten beschneiden will, wird nun selbst Opfer eines solchen Angriffs.

Und regt sich auf!

Warum bloß. Folgt man der Argumentation des Nachfolgers von Herrn Goebbels ist das doch nur zur Prävention. Auch China, immerhin der bevölkerungsreichste Staat der Welt, kann sich doch wohl gegen den Schurkenstaat Deutschland absichern. Ist dieser doch voll von potentiellen Terroristen. Besser hätte ich mir das nicht ausdenken können.

Und die Presse ist mal wieder voll von Halbinformationen. Angeblich hätten die Behörden alles im Griff. Nur, frage ich mich dann, wie konnten sich die Trojaner innerhalb des Ministeriumnetzes so verbreiten.

Der Datenabfluß sei unterbunden, schreibt die Süddeutsche. Doch warum löscht man die Trojaner nicht? Zur Feststellung des Datenflusses würde auch ein einzelner Rechner oder ein abgeschottetes Netzwerk reichen.

Man könnte sich nun auch fragen, welche Konsequenzen die Regierung daraus zieht. Auffällig ist schon, daß die Meldung einen Tag vor dem Chinabesuch der Kanzlerin und nach den Berichten über gefährliches Spielzeug aus China kam.
Auch muß man sich fragen, ob bspw. Firmen wie SAP mit gutem Gewissen Programme in China schreiben lassen können. Könnte China doch auf diesem Wege den Trojaner in die Standardauslieferung bringen.

Hoffen wir also, daß die chinesischen Programmierer die gleiche Qualtiät abliefern wie die chinesischen Spielzeughersteller.

Erstellt von: Mathias Braun am 26.08.2007 13:48

Jetzt dachte ich, während der Sommerpause gäbe es nichts mehr zu lachen, doch da kommt Oskar aus der Tonne. Eigentlich ist es ja Bibo - sprich sein ihm angetrautes Eheweib Christa Müller.

Die sagt, so ganz gedankenlos und (links-)politisch unkorrekt, Kinder würden sich am wohlsten in Familien fühlen und redet gar von verordnetem Arbeitszwang für Mütter. Und zack - kriegt sie eins mit der Emanzenknute übergezogen.

Unser Oskar ist ja bekannt als Frauenrechtler und nun sowas. Sein Eheweib mutiert zum Hausmütterchen. Während Oskar sich um die Nichtbeschneidung von Mädchen und Frauen kümmert, (so weist es jedenfalls seine Homepage bei den Linken aus) und auch sonst nur Gutes von seinem Palast der sozialen Gerechtigkeit tut, entwickelt sich seine Frau um Generationen zurück.

Vor lauter Wut vergessen die Berufsemanzen ihre Maske aufzulassen und machen klar, daß es nie um die Kinderbetreuung, sondern immer nur um die Zerstörung der Familie ging.

Ich bin mal auf die Reaktion von Frau von der Leyen gespannt.

Erstellt von: Mathias Braun am 28.06.2007 14:50

Seit 4 Tagen gilt das Rauchverbot in vielen Gaststätten dieser Republik. Doch im Bundestag scheint man auf härtere Drogen umgestiegen zu sein. Vom Ober-Kapo im Rollstuhl sind wir ja gewohnt, daß er zuviele Medikamente einwirft, aber jetzt ist scheinbar auch Herr Kauder auf Droge.

Der gelernte Jurist stellt Strafanzeigen, die direkt in Verfolgungen von Journalisten zu münden droht, um dann zu sagen, er hätte das so nicht gewollt. Meine Diagnose: Entweder Drogen oder akutes Hirnversagen. Herr Kauder, wissen Sie denn nicht, daß Drogen böse sind?

Immerhin, genießt er jetzt internationales Aufsehen.

Diese sich christlich nennende Partei besteht scheinbar nur noch aus intellektuellen Blendgranaten. Ein kurzer Blitz, ohne die Szenerie wirklich zu erhellen.

Erstellt von: Mathias Braun am 04.08.2007 00:29

Heute habe ich ein neues Wort gelernt. "Besuchernagel". Ein Wort, daß es bei Google genau 0 mal gibt.

Ich habe es natürlich gleich auf meiner Seite Meine Lieblingsworte aufgenommen. Mal schauen, wie lange Google braucht, es zu indizieren.

Dabei stieß ich mal wieder auf die Google Zeitgeist Seite und habe wieder mal einige interessante Sachen lesen können.

So ist bspw. das Wort "Krawattenknoten" auf Platz 3 in Deutschland. WOW. Und ich hatte gehofft, daß die im Aussterben seien.

Nun ja. Interssant wird es, wenn man sich mal den irakischen Zeitgeist anschaut. Da finden sich hauptsächlich amerikanische Seiten. Sollte man daraus ableiten können, daß das Internet nur für die Armeeangehörigen verfügbar ist?

Schaut man sich Taiwan an, so ist an Platz 2 "criminal sentence reduction" und Singapur sucht an Platz 6 nach "cute babies". Russland scheint Anwälte zu brauchen und das Internetgeschäft steht wohl vor einer Explosion. Afghanistan hat neben der oben erwähnten US-Lastigkeit auch solche Worte wie عشق (Liebe) auf dem Radar. Da meldet sich der gute alte Maslow mal wieder.

Wirklich interessant, aber ob das mit den Krawattenknoten so stimmen kann???

Erstellt von: Mathias Braun am 02.08.2007 12:10

Ich fahre vom Kino nach Hause nachdem ich mir den Simpsons Film angeschaut habe. Ich mach das Radio an, und muß mir in den Nachrichten wieder mal Müll anhören. Zypries sei ein Sicherheitsrisko, weil sie sich gegen die Blockwartmentalität des Herrn Schäuble ausspricht. Wie im Simpsons-Film so schön dargestellt: Tausende Menschen hören andere Menschen ab und einer davon springt irgendwann auf und schreit: "Juhuu, es ist tatsächlich gelungen unter Millionen abgehörter Telefonate ein terroristisches herauszufinden". Das Ganze gab es in der DDR auch schon, doch da war es noch böse. Regimekritiker bekamen bevorzugt Telefone, weil diese serienmäßig mit Lausch-Hardware ausgestattet waren.

Vielleicht gibt es ja irgendwann gesponserte PCs. "PC für nur 999,- Euro. Mit 24 Monaten Lauschabo nur 199,- Euro". Immerhin würde man dem Staat damit eine Menge Zeit sparen. Einem Bekannten von mir nahm man einen USB-Stick ab, nachdem er vorübergehend festgenommen wurde. Trotz hardwaremäßiger und zusätzlicher Steganos-Verschlüsselung war das Ding in 4 Tagen Großrechnereinsatz geknackt. Ich bin mir fast sicher, daß wir auch heute schon durchsucht werden.

Doch das war nicht alles, was mir während dieser Nachrichtensendung zugemutet wurde. Auch die Amis wollen ihre Abhöraktionen weiter ausdehnen und der Dalai Lama verbreitet in Freiburg Weisheiten, die Glückskeksen entstammen könnten. Oh Herr, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. 10.000 Leute sitzen im Publikum und klatschen um danach wieder nach Hause zu gehen um alles beim Alten zu belassen.

Das ist ähnlich gehaltvoll wie die Meldung, daß Europa nun mit Amerika in Sachen GPS zusammenarbeitet um die gleichen Endgeräte nutzen zu können. Was für ein Müll. Fakt ist, die Amis wollen sich die Möglichkeit nicht nehmen lassen, im "Verteidigungsfall", was immer das auch ist, sämtliche GPS-Signale stören zu können. Und Europa knickt, genau wie bei der Weitergabe von Passagierdaten, mal wieder ein.

George Orwell war ein kleiner, fantasieloser Spinner. Was die Politiker in Berlin, London oder Washington veranstalten, ist viel perfider. Würden Baader und Meinhof noch leben, sie hätten ihre wahre Freude. Wollten doch auch sie den Staat dazu bringen, immer repressiver zu werden, bis die Bevölkerung von selbst rebelliert.

Am Ende ist Osama bin Laden gar ein stiller Anhänger der beiden. Effektiver sind die Mittel auf jeden Fall geworden - auf beiden Seiten.

Erstellt von: Mathias Braun am 30.07.2007 15:54

Die Arbeitswoche ist um und jetzt beginnt der angenehme Teil der Woche. Morgen werd ich zwar wahrscheinlich wieder nicht fliegen können, weil die Wettervorhersage grade immer schlechter wird, aber dann hab ich mehr Zeit zum lesen.

Ach ja, meine Seite www.notam.de ist auch wieder online. Zwar fehlt noch ne ganze Menge, aber ich bleibe dran.

Die Politik langweilt wieder, Zypries hat angeblich gelogen. Hätte mich eh gewundert, wenn der Rollstuhlfahrer zur Vernunft gekommen wäre.

Aber warum soll es uns besser gehen wie den Anderen. Meine Freundin Elke aus Amiland war gestern da und meinte, so prickelnd wäre die Auswahl für die nächsten Präsidentschaftswahlen auch nicht. Interessant fand ich, daß sie gar nicht überzeugt von Hillary war.

Anonsten war das die Woche der guten Verkündigungen. 2 Leute schwanger und eine Beförderung. Allerdings, um nicht allzu optimistisch zu werden, ich hab wieder nicht im Lotto gewonnen.

Na ja, vielleicht wirds ja am Wochenende was.

P.S. Ich bin weder an den Schwangerschaften noch an der Beförderung beteiligt.

Erstellt von: Mathias Braun am 27.07.2007 17:13

Eine Woche Urlaub ist vorbei. Zusammen mit einem Freund war ich unterwegs in deutschen Landen. Der geplante Aus-Flug nach Bayeux fiel wegen des schlechten Wetters in der Normandie aus.

So widmeten wir unsere Reise um und machten eine Kathedralen Tour draus. Mein Freund - ein Priester - las bei den verschiedenen Stationen eine Messe und kam auf immerhin vier Kathedralen in dieser Woche. Neben Trier, Speyer und Straßburg waren wir noch in Bamberg.

Auch unsere Bildung kam nicht zu kurz. Trier bot die Konstantinausstellung und in Bamberg war die Ausstellung "Unterm Sternenmantel" zur 1000 jährigen Geschichte des Bistums zu sehen. Ach ja, in Speyer war noch die "Atilla" Ausstellung.

Insbesondere die erste Ausstellung hat mich veranlaßt meiner Homepage eine neue Seite hinzuzufügen. Eine Seite über Museumsbesuche.

Meine Stadtführerausbilderin Irmtrud gab uns privatissime et gratissime eine Führung durch Speyer und ich lernte den dortigen Zigeunerfriedhof kennen. Wirklich interessant.

Dann gab es noch eine Privatführung in Bamberg durch einen Cartellbruder, der meinem Freund den Urlaub ein wenig mit der Nachricht, einen Bekannten zu haben, der schon an 600 Heiligengräbern zelebriert hat.

Mir schwant Fürchterliches für unseren nächsten gemeinsamen Urlaub.

Erstellt von: Mathias Braun am 15.07.2007 21:23

Telekomesk, heute rief ein Telekom Mitarbeiter an und fragte mich ... aber lest selbst meinen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Telekom.

Erstellt von: Mathias Braun am 07.07.2007 17:50

http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/222689.html?nv=cd-topnews

Erstellt von: Mathias Braun am 06.07.2007 17:42

Er war nicht da. Anruf beim "Customer Care" die mir sagen sie wären eigentlich nicht die Telekom. Dann erfahre ich, es sei heute kein Termin vereinbart.

Hiiiiiilllllllllllllllffffffffffffeeeeeeeee

Erstellt von: Mathias Braun am 06.07.2007 16:57

Nächste Woche Mittwoch von 8-14 Uhr soll ich mal wieder auf nen Servicetechniker warten. PRIMA. Ich ruf also die Telekom an, und bitte um Verschiebung. Geht nicht. Ein paar Stunden später rufe ich nochmal an und sage, daß das alles ok sei, allerdings müsse ich nächste Woche auf ein Auslandsprojekt und aus diesem Grunde müssten wir den Termin dann in den November verschieben. "Oh, ich schau noch mal" sagt die nette Dame und will sich melden. Tut sie natürlich nicht. Ich also nach eineinhalb Stunden nochmal zum Telfon und die Dame sagt, das sei alles kein Problem. Donnerstag ginge und Freitag auch. Freitag könne ich mir sogar den ganzen Tag aussuchen. Klasse. Mal schauen ob es was wird.

Erstellt von: Mathias Braun am 04.07.2007 17:07

Endlich! Die Sonne kommt wieder raus und der Sommer bricht aus. Mitten im Sommerloch schaltet sich das evangelische Pastorentöchterlein in den Fall Marco W. ein.

Ja was denn nun. Sollen die Türken jetzt rechststaatlich werden oder was? Entweder die Justiz ist unabhängig und befolgt ausschiließlich die Gesetze, oder aber sie ist es nicht und die Intervention der Kanzlerin zeigt Früchte. Was ist nun besser?

Klar, für den Jungen ist das keine Frage, aber wer nach den Kieselsteinverhaftungen der Türken und deren Verhalten gegenüber Christen dieses Land noch mit Tourismusdevisen unterstützt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Auch das Einsetzen für bessere Haftbedingungen ist scheinheilig. Entweder alle in netten Kleinzellen oder eben nicht. Der Türke ist per se erst genau so viel wert wie ein siebzehnjähriger Deutscher.

Doch das passt ins Bild von Frau Merkel. Die Zeit des feiern lassens ist vorüber und da muß sie sich schnell eine andere Aufgabe mit Visiblität suchen.

Vielleicht sollte Sie Polen mal vorschlagen die Zählweise dahingehend zu ändern, daß die unter polnischer Verwaltung stehenden deutschen Ostgebiete zu Deutschland gezählt werden. Da hätte sie auf jeden Fall Presse.

Erstellt von: Mathias Braun am 28.06.2007 14:50

Grad ruft mich ein netter Herr vom T-Punkt an, dem ich vor etwas über 4 Stunden auf den Anrufbeantworter gesprochen hatte. Ich erkläre ihm mein Anliegen und er meint, er könne das im System nicht nachvollziehen, da das erst gestern eingegeben wurde. (Vermutlich haben die kleinen Chinesen das noch nicht in die Festplatte geritzt)

Er verspricht mir morgen wieder anzurufen. Mal sehen.

Erstellt von: Mathias Braun am 27.06.2007 17:17

Tag 17 ohne Internt. Langsam muß ich mir was mit den Überweisungen überlegen und auch das Finanzamt drängelt.

1&1 hat mich das zweite Mal versetzt und mir nun die Möglichkeit gegeben fristlos zu kündigen. Es lebe das HGB.

Ich also zur Telekom um einen neuen Zugang zu beantragen.

GEHT NICHT.

Die 1&1 sitzt auf meinem Port und muß diesen erst frei geben, aber das dauert erfahrungsgemäß Tage bis Monate. "Ok", sag ich, "dann kündige ich meinen alten Telefonanschluß und beauftrage einen neuen und nehme die Rufnummer mit.

GEHT NICHT.

Die Nummer hängt am Port (Häh? Wie denn? Festgeklebt?) und 1&1 ..... Ich erklär dem Herren, daß ich nicht an den Prozeßproblemen interessiert sei und bitte ihn, sich eine kreative Lösung auszudenken, ich würde am Nachmittag wieder vorbeischauen.

Ich also Nachmittags hin und nachgefragt, wie der Stand sei. Die Kollegin des netten Herrn sagt, sie müsse erst fragen. Nach fünf Minuten kommt sie wieder um mir mitzuteilen das 1&1 ....

Ich könne zwar einen Anschluß beantragen, vorausgesetzt es sei noch ein Port in meinem Haus frei, aber die Nummer mitnehmen ginge nicht, solange 1&1 diese blockiere ....

"Wie wärs denn mit einem Neuanschluß", frage ich, "auf den Sie die Nummern schalten, wenn 1&1 sie freigegeben hat?" "Hmmmm, ja, das könnte gehen", meint sie und fängt an, den Anschluß anzulegen. Nach 10 Minuten wird die Zeit knapp, ich muß ja ab und zu auch arbeiten und dann sind da noch die lästigen Kunden. "Machen Sie die Anmeldung doch bitte fertig, ich komm dann heute abend und unterschreibe", sage ich. "Kein Problem, Sie müssen gar nicht unterschreiben" meint sie (Kündigen geht im übrigen nur schriftlich) "ich schicke Ihnen die Bestätigung per Fax".

Prima, denke ich mir und warte auf das Fax.....

to be continued

Erstellt von: Mathias Braun am 27.06.2007 11:04

Tag 12 ohne Internet. Langsam wird mein Langmut auf die Probe gestellt. Die Entzugserscheinungen lassen schon langsam nach und fast bin ich geneigt, auch das Telefon, Handy und den ganzen anderen Schnickschnack dem Mülleimer zu überantworten.

Doch der Reihe nach.

So. 11.6. 21:30 Nichts geht mehr. Internet tot, VOIP Telefon tot. Ich ruf also am

Mo. 11.6. bei der 1&1 Hotlone an und gebe die Störung auf. Das dauert ca. 2 Tage teilt man mir mit und ich bin ein wenig angesäuert. Nun ja, was will man machen!

Mi. 13.6. Ein erneuter Anruf bei 1&1 ergibt, das sich noch nichts getan hat. "Liest Du dir mal die AGBs durch", denke ich mir und stelle erschreckt fest, das die Zeit für eine Nachbesserung nach schriftlich erfolgter in Verzugsetzung 14 (in Worten: Vierzehn) Tage ist. Also, einen Brief formuliert und an 1&1 gefaxt, nachdem mir der Servicemensch bei 1&1 eher widerwillig die Nummer gegeben hat.

Do. 14.6. Ich ruf mal wieder an um zu fragen ob es den Leuten bei 1&1 gut geht und erfahre, daß jetzt endlich ein Telekomiker den Servicerequest angenommen hat. Auf meine Frage, ob man mit der Telekom keine Service-Levels vereinbart hätte, kriege ich ein erstaunte "Ah" als Antwort. Na ja, kann ja nur besser werden und tatsächlich, am Abend ruft mich dann jemand an um mir mitzureilen, daß der Serivetechniker am

Di. 19.6 im Zeitraum zwischen 8:00 und 14:00 bei mir vorbeikommt. Ok denke ich mir, Arbeit wird eh überschätzt, machst Du Dir nen schönen Tag zu Hause. Bis 16:00 hat sich dann nichts getan und ich dachte ich rufe mal wieder bei 1&1 an. Durchs Menü laufe ich nun wie ferngesteuert und sinnigerweise kann man das auch nicht abkürzen, die nette Tonkonserve will immmer aussprechen und man kann nicht einfach die Menüpunkte hintereinander sagen.
Der Mensch am anderen Ende meint dann, er müsse erst mal telefonieren und meldet sich nach einigen Minuten mit der Auskunft, der Servicetechniker bräuchte noch 30-45 Minuten. "Ok", sage ich, "dann ruf ich um 18:00 Uhr nochmal an, falls sich wieder nichts tut". "Das ist viel zu früh", meint mein Gegenüber und als ich ihm dann erkläre das 16:15 plus 45 Minuten 17:00 ergäbe und ich schon eine Stunde Puffer eingerechnet hätte, gibt er klein bei.
18:00 Ich rufe wieder an. Erneuter Anruf beim Techniker. Der könne von der Vermittlungsstelle nichts tun, bla bla bla. Nochmal einen Termin bla bla bla 1&1 wird sich melden.
Das tun sie dann auch. Ab dem 19.6 kriege ich jetzt täglich eine SMS mit dem Text: "Bedingt durch den Streik der T-COM verzögert sich die Entstörung ihres DSL Anschlusses (Technikertermine sind davon nicht betroffen). Ihre 1&1 Internet AG"
Aaaaaaaaarrrrgggghhhhhhh!!!

19.6 Erneuter Anruf bei 1&1 - Nichts Neues

20.6 Jetzt wollen sie es aber wissen. 1&1 hat das Menü des Callcenters umgstellt und jetzt kostet es auch was. Der Mensch am anderen Ende teilt mir mit, seine Kollegin hätte wohl meine Beschwerde nicht an die Telekom weitergeleitet. Als ich ihn frage, ob es ihm gut gehe, ... bla bla bla

21.6. Ein Anruf von 1&1. Ich könne einen Technikerbesuch am Montag den 25.6 im Zeitfenster von 16:00 - 20:00 oder am 30.6. Ich erzähle was von Arbeit und das man von Hartz IV nicht die Gebühren von 1&1 zahlen kann, aber ... bla bla bla.

Ich tröste mich damit, daß ich am Mittwoch den 27.6 die zwei Wochen rum habe und den Vertrag kündigen kann. Vermutlich werde ich dann mit 1&1 vor Gericht ziehen müssen, aber den Spaß gönne ich mir dann.

So, das wars für heute. Eigentlich wollte ich noch was über Adrian Ferra schreiben, aber das kommt dann ein anderes Mal. Am Montag gibts dann mehr über 1&1.

Erstellt von: Mathias Braun am 22.06.2007 12:49

Das ich das noch erleben darf. Der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber stellt die Toleranz der Muslime in Frage. Klasse. Nicht etwa die allseligmachende Soße des Polenpapstes in Assisi sondern knallharte Fakten wurden da angesprochen. Doch seine eigenen Glaubensbrüder fallen im schon in den Nacken. Weichspülermentalitiät bis zum Ende. Und das kann schneller kommen, als den meisten lieb sein kann. Schließlich haben die Moslems einen klaren demographischen Vorteil.

Hoffentlich überlebt Herr Huber die jetzt folgende Political Correctness Kampagne. Ich für meinen Teil habe die passende Tasse auf meinem Frühstückstisch.

Erstellt von: Mathias Braun am 07.06.2007 17:54

"In Deutschland ging die niederländische Fernsehproduktionsfirma Endemol in den 90er Jahren mit Linda de Mol und der „Traumhochzeit“ vielen, zumeist älteren Zuschauern ans Herz." So liest man es auf der Webseite von idealo und weiter geht´s: "Mit seinem neuesten Format setzt das Unternehmen in der liberalen Heimat weiter unten an – bei den Nieren". Entrüstung pur folgt. Es sei "nicht auszudenken" wohin das noch führt.

Na zu Wortspielen: Eine Show die an die Nieren geht titelt die Frankfurter Rundschau und Recht hat sie.

Endemol hat aus meiner Sicht dieses mal wirklich eine gute Idee. Nach Traumhochzeit, Wer wird Millionär und Big Brother nehmen sie sich endlich mal eines Themas an, das uns alle interessieren sollte. Ein wenig makaber zwar, aber ein Medizingerätemechaniker, der Dialysegeräte wartete, sagte mir mal, daß in Dialysezentren die Zeit, in der die Motoradfahrer wieder auf die Piste gehen, Nierchenwetter genannt wird.

Und der Einwand, Endemol hätte ja das Geld für die Produktion von Spots für das Werben für Organspender ausgeben können zählt nicht. So viel Werbung wie jetzt hätten sie nie bezahlen können. Aber mitreden darf eh nur, wer mindestens einen Organspenderausweis hat - ich habe ihn übrigens.
Wie sagte der Organempfänger auf der Warteliste aus der Schweiz im SWR3 Interview: "Ich würde auf jeden Fall mitmachen. Ich könnte nur gewinnen". Diese Einstellung müssen wir zur Kenntnis nehmen, insbesondere auch dann, wenn wir Genmanipulation pauschal verbieten.

Erstellt von: Mathias Braun am 29.05.2007 20:00

Ja ist es denn zu glauben. Auch in Polen hat man nun endlich festgestellt, das Tinky Winky und Spongebob schwul sind. Das ist doch mal eine Meldung, die die Welt bewegt. 8 Jahre brauchte Polen, um darauf aufmerksam zu werden, was Jerry Falwell bereits 1999 verkündete;Nun, mir ist unbekannt, wie man an einer Handtasche ableiten kann, daß eine Stoffpuppe schwul ist, aber ich muß das auch nicht wirklich wissen.

Warum können diese selbsternannten Gottesfürchtigen nicht Ihren Glauben verkünden ohne sich dafür Feinde aufbauen zu müssen die sie mit ihrem Glauben prügeln können. Glaube als moralische Keule zu nutzen ist vermutlich nicht im Sinne des Herrn.

Der "stellvertretende Ministerpräsident Roman Giertych will ´homos**uelle Propaganda´ an polnischen Schulen unter Strafe stellen", schreibt der Standard weiter. Gut, aber was ist mit dem anderen Schmutz, mit dem Kinder heute schon in frühester Kindheit überzogen werden. Gewalt, s**, Drogen, ...

Ich frage mich immer öfter, ob Demokratie wirklich die beste Staatsform ist. In einer Monarchie gab es zwar auch zerebrale Aussetzer der Herrschenden, aber die heutigen Politiker egal welcher Couleur leiden per Definitionem am Neglect-Syndrom und nehmen nur wahr, was in ihr politisches Konzept passtErstellt

von: Mathias Braun am 28.05.2007 23:22

Das sag noch einmal jemand. beten helfe nichts. Wie ich heute so meine Emails lese, kriege ich den neuesten Stand in Sachen Frau Dr. Veronika Kubina.

Die regelmäßigen Besucher meiner Seite kennen meinen Aufruf zum Maskulinismus. Also, ich sitze an meinem Computer und kriege eine Email mit dem Hinweis auf jene Dame. Diese sei, so berichtete sie wohl selbst in dem Theologischen Kurs, von oberster Kirchenleitung gefragt worden ob Sie nicht ihre Lehrtätigkeit aufgeben wolle.

Dies hätte sie bejaht, nicht aber ohne sich am nächsten Kurstag über über die Unverschämtheit auszulassen, die man(n) ihr als Frau entgegenbrächte.

Ich weis natürlich nicht, inwieweit meine Seite auf dieses Ergebnis Einfluß hatte, im Übrigen war das auch nie meine Absicht, aber ein wenig freue ich mich schon für die künftigen Teilnehmer dieses Kurses.

An Frau Dr. Kubina, so ihr diese Seite bekannt wird, ergeht eine herzliche Einladung zum Kaffee und das meine ich wirklich ernst. Ich würde wirklich gerne mal mit Ihr eine ernsthafte Diskussion Ex-Ex-Kathedra führen.

Erstellt von: Mathias Braun am 27.05.2007 17:43

Es ist unfassbar. Am Freitag fuhr ich abends nach Hause und hörte im Radio, daß Aufrufe zum Dschihad in Zukunft straffrei bleiben. Da dachte ich, das einzige Verfassungsorgan mit Verstand wäre in Karlsruhe beheimatet, und dann so was.

Es scheint ein Virus zu sein, der die Verfassungsorgane befällt und ihres gesunden Menschenverstandes beraubt. Von der Legislative war man dies ja gewohnt. Die Exekutive verklagt ihr eigenes Volk, weil diese auf ihr Demonstrationsrecht pochen und nun auch noch die Judikative, die uns der islamischen Willkür preisgibt.

Oh Herr, spende den 3 Gewalten heute, am Tag der Entsendung des Heiligen Geistes, die Gabe, zu erkennen, daß sie Diener des Volkes und nicht die Engel mit den sieben Trompeten sind.

Doch halt, was muß ich da auf "Kewil´s Blog"sehen. Die Richter setzen nur von den Grünen initiiertes Recht um.

So gesehen macht das wieder Sinn. Wenn dann die Sharia gilt muß Frau Roth mit Tschador durch die Welt wandeln und erspart uns ihren Anblick. Interessant ist, das der Islamkritiker Udo Ulfkotte sein Buch Heiliger Krieg in Europa im Eichborn Verlag veröffentlicht hat. In diesem eher linken Verlag waren es vornehmlich die Frauen, die das Buch unterstützten, weil sie die Erfolge der Emanzipation nicht Mohammed opfern wollen.

Erstellt von: Mathias Braun am 27.05.2007 14:29

Da denkt man, es könne nicht mehr schlimmer kommen und dann packt der Innenminister in die Kiste der Stasi und sammelt Geruchsproben. Was kommt nach der Schutzhaft der Nazis und den Geruchsproben der Stasi als Nächstes? Helgolandanamo?

Die anderen Politiker schauen der Machtergreifung nur tatenlos zu.

Erstellt von: Mathias Braun am 23.05.2007 11:20

Juhuuu, endlich herrscht wieder Zucht und Ordnung im Reich.

Das Demonstrationsrecht steht kurz vor der Abschaffung und nur ein paar verbohrte Juristen stören sich noch an der präventiven Speicherung von Telefondaten.

Mal im Ernst, der Gröfaz hätte seine helle Freude. Die Kanzlerin der Herzen muß sich in Russland von Putin - zu Recht - sagen lassen, daß Deutschland gleiche Praktiken wie Russland anwende. Dies mit dem Verweis auf die Hausdurchsuchungen im Rahmen des G8 Gipfels. Recht hat er.

Immer öfter wird in Deutschland mit Verweis auf die terrorisitische Gefahr geltendes Recht "angepasst". Kann man Kinderschänder nicht präventiv überwachen, ist das bei potentiellen Gefährdungen der Politiker selbst kein Problem. Da wird eben mal so das Demonstrationsrecht ausgehölt und mit dem Unterbindungsgewahrsam in die Methodenkiste des Vorgängerreichs gegriffen. Außer ein paar wenigen Menschen und dem Deutschen Anwaltverein interessieren die fundamentalen Einschnitte in die Bürgerrechte scheinbar keinen mehr. Klar, ein paar B-Politker wie Gerhard Baum, Heiner Geißler und Oskar Lafontaine nutzen die Gelegenheit um mal wieder in die Presse zu kommen, aber das wars dann auch. Auf der Seite Abgeordnetenwatch läßt sich keine einzige Anfrage zu dem Thema G8 finden. Und das, obwohl inzwischen sogar internationale Organisationen wie Democracy Now auf Deutschland aufmerksam werden. In einer Reihe wird Deutschland da mit Kuba und Irak genannt.

Das wirklich witzige an der Sache ist, das die Bahn, die immer noch mehrheitlich im Besitz der Bundesrepublik Deutschland ist, ihr Zugangebot nach Heiligendamm verstärkt. Vielleicht ist das aber auch nur eine Finte der Regierung um die G8-Gegner in Rostock, Bützow oder Barth zu internieren. Im Landesportal Meck-Pomm wird jedenfalls schon mal auf die vermutliche Zulassung einer Camp-Errichtung hingewiesen.

Das evangelische Pastorentöchterlein lenkt derweil mit ihrem neuen Image als Klimaschützerin und Retterin der Welt ab. Super-Öko-Angie sozusagen. Unbelastet von Fachwissen reiht sie sich ein in den Chor der Welteretter, ohne aber den Mut zu haben, bspw. Kernkraftwerke zu fordern, um den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Und dabei sollte sie als Physikerin es doch besser wissen.

Nun ja, langsam muß man wohl mehr auf ehemalige Fremdenlegionäre und Ex-KGBler vertrauen daß sie die freiheitlich demokratische Grundordnung Deutschlands und der EU verteidigen.

Gott schütze Sarkozy und Putin.

Erstellt von: Mathias Braun am 18.05.2007 17:00

Zurückgekehrt aus Kopenhagen muß ich eine nette Geschichte über das Fliegen erzähllen. Also wie bereits gestern erwähnt fing dsa gestern an. Ich kam zum Flughafen und ging an den Quick Check Inn der Lufthansa. Miles & More Karte rein und der Automat sagt mir wisse nichts von einem Flug und ich solle mal zum Counter gehen. Dort angekommen fragt mich der Mann am Schalter nach einer Buchungsnummer. Die hab ich, aber der Mann sagt mir, die müsse 6-stellig sein und fragt mich, ob ich kein Papier bekommen hätte. HALLO, ETIX - E steht für elektronisch. Nun ja, er sucht rum und sagt er könne nichts finden. Auch keine Passagierliste. Dann meint er, ich solle mal zu seinen Kollegen gegenüber gehen.

Kurzes Warten, dann verweist man mich an eine Dame. Ich erklär ihr das Problem, sie fragt nach meiner sechsstelligen Buchungsnummer um mir dann mitzuteilen, daß sie keine Paasagierliste sieht. Langsam werd ich nervös, schließlich ist inzwischen eine halbe Stunde vergangen. Der Mann am Schalter neben ihr fragt dann ob er helfen kann, schließlich sei das Problem schon zwei Tage bekannt. Sie sagt ja und kann in die Pause - deshalb war sie so nervös. Der Mann fragt nach meiner sechsstelligen Buchungsnummer und als ich ihm sage daß ich die nicht habe, passiert etwas unlaubliches: Er greift zum Telefon, ruft bei SAS an und fragt nach der korrespondierenden sechsstelligen Nummer. Dann stellt er mir ein Ticket im Notverfahren aus - ein ETIX mit Hand - und entläßt mich. Jetzt habe ich noch 20 Minuten bis zum einchecken. Auf die Frage, ob ich mich nun in die nächste Schlange stellen muß meint er ja, aber ich könne es ja mal bei den Birdies versuchen. Ich also zum Buniness Class Schalter und tatsächlich, man läßt mich rein. Schnell durch den Sicherheitscheck, sogar die Füße muß man heben und schon gehts los. In Kopenhagen angekommen, steht bei der Gepäckausgabe was von 20 Minuten. Na ja, ich hab ja ein Buch dabei. (Ich brauche wohl nicht extra zu erwähnen, daß im Hotel am Checkinn die nächste Schlange auf mich wartete und als hätten sie es geahnt, hängt am Counter ein Plakat mit der Aufschrift "I enjoy to live in the fast lane")

Heute dann also zurück nach Frankfurt, erstmal 35 Minuten in der Schlange stehen, weil der Automat mich auch hier nicht kannte. Im Computer hatte die Dame am Counter dann wenigstens und es ging auch fix. Bei der Sicherheit mußte ich dann denn Gürtel ausziehen (das war mal was Neues) und mein Kugelschreiber mit Beleuchtung - ein Werbegeschenk - brachte gleich drei Sicherheitsbeamte dazu, die Röntgenaufnahme meines Koffers zu begutachten. Danach die Tasche ausräumen, kurze Diskussion der Sicherheitsleute (wenn die wüssten daß ich ein Jedi bin) und weiter gehts. Am Gate dann die Ansage, daß sich das Boarding verzögert, aber man würde die Zeit nutzen, um die Identitäten der Passagiere zu nutzen. HÄH? Ok, alle packen brav die Ausweise aus. Ich verhalte mich unauffällig und werde nicht überprüft. An Board heißt es dann, daß ein Passagier fehle und man das Gepäck nun auslade. Ich denke mir: "Und was, wenn die Bombe vorher explodiert" und will grad die Stewardessen niedertrampeln um in Panik den Flieger zu verlassen, als der Kaptiän durchsagt, das Gepäck sei gefunden und ausgeladen. Noch mal Glück gehabt.

Ich frage mich allerdings ernsthaft, was die Sicherheitssysteme nutzen, wenn ich in Frankfurt den Gürtel anlassen kann und der Kugelschreiber unbeanstandet bleibt, während in Kopenhagen meine Schuhe unbeanstandet bleiben und Koffer - obwohl vorher überprüft, wegen Bombengefahr ausgeladen werden. Was wenn der Kofferbesitzer ein Selbstmordattentäter ist?

Nun ja, mit dem Bus ist man heute fast genau so schnell von Frankfurt nach Hamburg unterwegs, wie mit dem Flieger und der Platz in einem Flugzeug ist genau so eng wie im Bus. Auch gibt es da auch nichts zu trinken, wie auf dem SAS Flug.

Erstellt von: Mathias Braun am 15.05.2007 22:42

Heute habe ich mal fast nichts zu meckern. Zwar hat Lufthansa gestern fast 45 Minuten gebraucht um mir ein ETIX von Hand auszustellen, nachdem der dritte Mitarbeiter endlich auf die Idee kam direkt bei SAS anzrufen, aber der Flug ging nach Kopenhagen.

Eine wunderschöne Stadt. Leider hab ich den Tag über arbeiten müssen - Meeting mit 11 Personen in einem 20 m² Raum ohne Fenster was aber durch nette Kollegen aus ganz Europa wettgemacht wurde - aber das, was ich gesehen habe, hat mich davon überzeugt, nochmal hierherzukommen.

Eine schöne Stadt, nette Leute und sogar die Taxifahrer sind nett. Das einzige was nervt ist, daß man hier noch keinen Euro hat. Aber jedes Taxi akzepiert Kreditkarten und ich hab bis jetzt noch keine einzige Krone gebraucht. Kopenhagen - ein unbedingtes Muß.

Erstellt von: Mathias Braun am 14.05.2007 23:46

Grade höre ich in den Nachrichten das irgend jemand aus der Bundesregierung jetzt dem Übergewicht den Kampf angesagt hat. KDF 2007 quasi. Irgendwie scheint diese Regierung nichts anderes zu können als alte Programme mit neuem Anstrich wieder aufzulegen. Quasi als Coverversion gewesener Regierungen. Doch wie soll denn das aussehen? Alle Chipstüten werden mit Warnhinweisen bedruckt? "Chipsessen tötet ihre Mitmenschen wenn Sie sich auf sie werfen". Oder wird das mit dem eingepflanzten RFID Chip abgeglichen? Was ist dann mit den Magersüchtigen? Werden die dann zwangsernährt?

Trotz zunehmenden Gewichts werden die Leute immer älter. Klar, die bessere medizinische Versorgung machts. Aber eigentlich sollte die Bundesregierung doch ein Programm zur Überfütterung der Leute über 50 auflegen. Quasi rentenkassenschonend. "Rentenunwürdiges Leben" wäre mein Namensvorschlag.

Erstellt von: Mathias Braun am 13.05.2007 11:17

Ob das ein Zufall ist? Reichsinnenminister Schäuble ruft zur exzessiven Nutzung des Unterbindungsgewahrsams auf und Zack geht Paris Hilton ins Café Viereck. Ob es da einen Freundeskreis des Herrn Schäuble gibt, dem Georg W. angehört? Gründet er etwa gar eine G8-Gegner-Kartothek?
Wir werden es sicher bald im Ergänzungsband der Anatomie der menschlichen Destruktivität nachlesen können. Schließlich bereitet MeckPomm schon
Anhaltelager
vor, ganz in guter alter Tradition. Schutzgewahrsam und Vorbeugehaft sind der Anfang - dann kommen Gesetze zum Schutz von Volk und Staat. Der Mann macht mir Angst. Ich überlege mir wirklich, ob man nicht eine Zwangspflegschaft beantragen sollte, leidet dieser Mann doch unter klar erkennbaren neurologischen Ausfällen.

Erstellt von: Mathias Braun am 12.05.2007 18:05

"Hallo Welt" - So lautet die erste Ausgabe eines jeden Programmierkurses auf dem Bildschirm. "Hallo Welt" lautet also auch mein erster Eintrag in meinen Blog.

Und wie es der Zufall so will, habe ich heute nicht nur meinen Blog gestartet sondern auch noch meinen Flugschein verlängert. Nachdem ich gestern mein Medical verlängert hatte, habe ich heute gleich den Checkflug absolviert. Mal wieder ne Steilkurve geflogen und ein wenig Durchstarten geübt. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Erstellt von: Mathias Braun am 12.05.2007 15:26