von Michael Moore
Dokumentarsatire

Herbst, kühl und feucht und ich im Urlaub in einer Buchhandlung. Das kann ja nicht gutgehen.

Stupid White Men hat mich amüsiert und heute, im Rückblick auf Katrina und Rita, ist wohl auch vieles wahr. Was mich an dem Buch stört ist die Vermischung, nein die unscharfe Vermischung von Dokumentation und Satire. Das ist Moores Masche, auch bei seinen Filmen wie "Bowling for Columbine" und trägt sicher auch zu seinem Erfolg bei. Wenn ich mir die Wiederverkaufspreise bei Amazon anschaue, dann ist das für viele allerdings wohl auch ein Buch, daß man liest und nicht unbedingt im Bücherschrank haben muß um es seinen Enkeln zu vererben - es ist eben kein Geschichtsbuch oder gar eine wissenschaftliche Darstellung von Tatsachen, auch wenn Moore immer wieder versucht, es so darzustellen.

ABER - das Buch kann durchaus als Vorbereitung auf die deutsche Zukunft gesehen werden. Ein randalierender Schröder nach der Wahl, ein Innenminister der vom Verteidiger der RAF zum rechtsextremen Politiker mutiert, ein Namensgeber für Arbeitslosengeldreformen der sich mutmaßlich mit Nutten rumtreibt und auf der Gegenseite Wirtschaftskompetenz in homöopatischen Dosen. Politiker die sich um Betriebswirtschaft kümmern haben die Wichtigkeit von Volkswirtschaft und die Folgen der Vernachlässigung nicht erkannt - es lebe Amerika!!!

Wie auch immer, das Buch ist vermutlich ein Standardwerk unserer Zeit, aber man muß es so lesen, als schriebe Joschka Fischer ein Buch über Helmut Kohl.

2 von 5 Brownies - 10 Sätze pro Buch sind genug -



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